Aufträge aus aller Welt – und auch vom Arp Museum

Bereits in der vierten Generation wird der Metallbaubetrieb Schäfer in Oberwinter geführt. Als wahrer Künstler war Georg Schäfer, der Großvater des jetzigen Seniorchefs Werner Schäfer, bekannt. Die Schmiede- und Intarsienarbeiten, die Georg Schäfer seit der Gründung seiner Kunst- und Bauschlosserei im Jahr 1908 geschaffen hat, zeugen noch heute von handwerklicher Qualität und großer Formschönheit.

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Die Metallbaumeister Christian Schäfer und Werner Schäfer leiten den Betrieb in Oberwinter.
Die Metallbaumeister Christian Schäfer und Werner Schäfer leiten den Betrieb in Oberwinter.
Foto: Judith Schumacher

1973 erweiterte Schlossermeister Werner Schäfer den Familienbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Apfelsaftfabrik erheblich. Heute arbeiten dort 20 Angestellte, hiervon 2 Auszubildende zum Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik. Werner Schäfers Sohn Christian ist hier Meister im Metallbauhandwerk. Das Hauptgeschäft des Betriebes sind neben individuellen Einzelarbeiten Serienprodukte wie Waschanlagen für Nutzfahrzeuge. Diese werden auf der gesamten Welt bis nach Australien, Kanada oder den Fernen Osten vertrieben. Außerdem werden hier ein einbruchssicherer Zigarettenschrank, das Solarfreizeitboot Sonni und das Hochwasser-Uniboot produziert oder eine schwimmende Bootshalle aus Aluminium, wie sie etwa im Kölner Rheinauhafen zu finden ist. 1998 erhielt das Unternehmen den Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz. Zu den Kunden gehören seit Jahrzehnten die Sinziger Firma Steinbrückner oder auch das renommierte Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Für bekannte Künstler konzeptionierte Werner Schäfer unter anderem die Skulpturen des „Regenfängers“, die „Seven Steps“ auf dem Leinpfad, die Schlafboxen „Rhein-Schlafen“ oder auch die Skulpturen, die in den Geheimen Gärten Rolandswerth zu finden sind. Darüber hinaus hat Werner Schäfer eine spezielle Corbér-Uhr entworfen. Sogar für die Brücke von Remagen hat sich der Schlossermeister etwas einfallen lassen. Bereits vor 18 Jahren konstruierte er eine bogenförmige Brücke, die Besucher von einem Brückenturm zum anderen führen könnte. Doch dieses Unterfangen ist aus Gründen des Denkmalschutzes nicht über das Stadium einer Computeranimation hinausgekommen. i

Archivierter Artikel vom 11.01.2018, 17:37 Uhr