Archivierter Artikel vom 02.09.2019, 19:21 Uhr

Apfelernte in Deutschland verhagelt

Spätfröste und Hagelschäden werden aller Voraussicht nach bundesweit zu einer unterdurchschnittlichen Apfelernte führen. Für die Verbraucher dürften sich die Kilopreise dennoch im üblichen Bereich bewegen, schätzt Helwig Schwartau von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Er rechnet mit Preisen zwischen 1,45 Euro bis 2 Euro pro Kilo.

Die Erzeuger ihrerseits erhoffen sich nach einem Überangebot 2018 wieder Erlöse, die die Produktionskosten decken. Insgesamt rechnen die Experten in diesem Jahr mit einer Gesamterntemenge von rund 912.000 Tonnen in Deutschland. Die Durchschnittsernte liegt bei gut einer Million Tonnen Äpfel.

Wegen der Hagelschläge sollen 30.000 bis 40.000 Tonnen Tafeläpfel verloren gegangen sein, sagt Schwartau. Für einzelne Betriebe sei die Situation durchaus existenzbedrohend.