Archivierter Artikel vom 07.04.2022, 14:25 Uhr

Andreas Heck zu Müllbergen bei Festen: Miteinander reden

Zum Abiball in der Bundenbacher Halle sprachen wir mit Andreas Heck, in der Region bekannt als Hunsrück DJ (zusammen mit seinem Partner Mario Mattes) und als Repräsentant der Firma NGS (Nahegetränke-Service). Als DJ bescheinigt Heck dem Abiball eine Toporganisation und einen reibungslosen Verlauf. Als Brauereivertreter bedauert er die Anordnung, nach 22 Uhr keine Glasflaschen mehr zuzulassen.

Das habe zu bergeweise Plastikmüll geführt, sagt er. Darüber müsse man sprechen. Im vergangenen Jahr seien Plastiktrinkhalme verboten worden, jetzt dies. Der Verweis des federführenden VG-Ordnungsamts (Herrstein/Rhaunen), man hätte ja wiederverwertbare Becher nutzen können, sei nicht zielführend. Diese kosten, weil sie gespült und in einem Trockenbaum getrocknet werden müssen, 60 Cent je Stück.

Die Vorschriften sprengen jeden Rahmen, sagt Heck. Er sei klar dafür, dass ein Security-Dienst eingesetzt sei. Diese geschulten Leute könnten dann auch dafür sorgen, dass es keine Probleme mit Gasflaschen gebe. Wer sich nicht benehme, müsse dann halt gehen. Die sechs Sicherheitsmänner hätten auch die kostenintensive vierköpfige Brandwache mit übernehmen können. Wichtig sei doch, dann man es mit den Beschränkungen nicht übertreibe. Man müsse miteinander reden, sagt Heck.

Beim Abiball sei jedenfalls klar geworden, dass die Vorschrift, nach 22 Uhr Getränke aus Flaschen in Plastikbecher umzufüllen, unpraktikabel sei. Niemand wolle umgefülltes Bier, Cola oder Fanta trinken. Das mindere auch die Qualität der Produkte. Dass Glasvorschriften nicht gelten, wenn Veranstalter in heimischer Halle agieren, sei nicht vermittelbar.

Jedenfalls habe nicht nur er als DJ und Getränkerepräsentant die Befürchtung, dass solche Vorschriften dazu führen, dass viele Feste nicht mehr stattfinden. Gerade sei die Branche dabei, sich von den Corona-Vorschriften etwas zu erholen, dann kämen solche Restriktionen. Heck: „Ich bin ein ruhiger und geduldiger Menschen, aber hier muss man wirklich die Kirche im Dorf lassen.“ Er wollen sich auch als CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Stadtrat dafür einsetzen, kündigt er an. as