Archivierter Artikel vom 17.11.2017, 17:39 Uhr

Adipositas-Chirurgie behandelt Fettsucht und deren Begleiterkrankungen

Adipositas, auch Fettleibigkeit genannt, gehört zu den größten Epidemien des 21. Jahrhunderts. Dabei spielen Essgewohnheiten, Bewegungsmangel, aber zu einem großen Teil auch genetische Faktoren eine Rolle.

Neben konservativen Therapiemodellen werden zunehmend auch Operationen vorgenommen, um die Fettsucht samt Begleiterkrankungen wie Diabetes in den Griff zu bekommen. Die derzeit am häufigsten durchgeführten adipositas-chirugischen Eingriffe sind die Herstellung eines Schlauchmagens und die Magen Bypass-Operation, wobei der Schlauchmagen zunehmend an Popularität gewinnt. Das Magenband wird laut Prof. Dr. Samir Said, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie im Ev. Stift St. Martin in Koblenz, wegen unzufriedenstellender Langzeitergebnisse so gut wie gar nicht mehr verwendet. Generell würden Patienten nach einem chirurgischen Eingriff ihren maximalen Gewichtsverlust nach ein bis zwei Jahren erreichen. Zu rechnen sei langfristig mit 48 bis 70 Prozent weniger Gewicht. Für den Erfolg der Behandlung ist es jedoch wichtig, dass die Patienten umfassend betreut werden und im Nachgang ihren Lebensstil ändern. cno