Archivierter Artikel vom 28.02.2019, 15:39 Uhr

Ab dem 55. Lebensjahr zahlen Krankenkassen für Vorsorge

Trotz der Verbreitung von Darmkrebs – es ist die zweithäufigste Krebsform hierzulande – sind wir ein Land der Vorsorgemuffel. Dabei sollten Menschen ab dem 50. Lebensjahr jährlich einen Stuhltest auf verstecktes Blut machen lassen.

Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung (Vorsorgekoloskopie) und nach zehn Jahren die für eine Kontrollspiegelung (bei auffälligen Befunden auch häufiger). Vor einer Darmspiegelung muss der Patient eine Abführlösung zu sich nehmen. Bei der eigentlichen Spiegelung verwenden die Gastroenterologen Schlaf- und Schmerzmittel, der Patient bekommt dadurch von der Untersuchung wenig oder nichts mit.

„Darmkrebs im Frühstadium ist zu nahezu 100 Prozent heilbar“, wirbt Dr. Markus Höcker für einen aktiven Umgang mit dem Thema Vorsorge. „Denn so gut die Zusammenarbeit mit den Chirurgen um den Kollegen Froka auf unserer gemeinsamen Bauchstation klappt: Je weniger Krebserkrankungen operiert werden müssen, umso besser für die Patienten.“