Archivierter Artikel vom 28.07.2019, 23:46 Uhr

2 Millionen Euro Schaden nur im vergangenen Jahr

Im Rekordjahr 2018 hat das Landeskriminalamt (LKA) 26 Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz registriert. Im laufenden Jahr sind es bereits 19. Im vergangenen Jahr waren 9 versuchte und 17 vollendete Sprengungen angezeigt worden. Den Sachschaden bezifferte das LKA auf rund 2 Millionen Euro. Im laufenden Jahr wird der bislang entstandene Schaden auf 730.000 Euro geschätzt. Zur Höhe der Beute sagen die Ermittler nichts.

Im Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA) zu Angriffen auf Geldautomaten 2018 heißt es: Die Täter erlangten teils „beträchtliche Geldbeträge, wodurch den geschädigten Geldinstituten hohe finanzielle Schäden entstehen“. Das BKA geht vor allem von reisenden Tätern aus. Die meisten Gruppen stammten aus den Niederlanden – „mit einem hohen Professionalisierungsgrad“. Einige konnten bereits überführt werden. Das Landgericht Mainz hat einen Beschuldigten Ende Juni zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, wie die Staatsanwaltschaft Mainz mitteilte.