Koblenz

Basketball-Star LeBron James kauft Firmenanteil: Rund 30 Millionen Euro für Koblenzer Fahrradhersteller Canyon

Der US-amerikanische Basketball-Star LeBron James will über ein Investment-Unternehmen einen Minderheitenanteil beim Koblenzer Fahrradhersteller Canyon Bicycles erwerben.

Von dpa

NBA-Superstar James
Der Los Angeles Lakers-Forward LeBron James erwirbt Firmenanteile bei einem Koblenzer Fahrradhersteller.
Foto: DPA/Carlos Osorio

Der Schritt erfolge über LRMR Ventures, eine Firma von James und seinem Geschäftspartner Maverick Carter mit dem US-Finanzinvestor SC Holdings, wie der Canyon-Mehrheitseigentümer Groupe Bruxelles Lambert, kurz GBL, am Freitag mitteilte. Die belgische Beteiligungsgesellschaft GBL war Ende 2020 bei dem Radhersteller eingestiegen. Das Investment der neuen Geldgeber beläuft sich Canyon zufolge auf insgesamt rund 30 Millionen Euro.

Star soll Bekanntheit des Unternehmens fördern

Der Basketball-Star soll mit seiner Bekanntheit helfen, das Wachstum von Canyon in den USA voranzutreiben, teilte GBL weiter mit. Der 37-Jährige ist einer der Superstars der US-Basketballliga NBA und spielt für die Los Angeles Lakers. Er hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit Carter über LRMR unter anderem auch Anteile an der Fenway Sports Group erworben und war damit zu einem Mitbesitzer des Fußballclubs FC Liverpool geworden.

Auch die Süddeutsche Zeitung hat über das Investment des US-Sportstars in das Koblenzer Unternehmen berichtet. Sie schreibt in diesem Zusammenhang über James folgendes: „Der 37-Jährige, der für die Los Angeles Lakers spielt, ist einer der besten Basketballspieler aller Zeiten, er erreichte in den vergangenen zehn Jahren unfassbare acht Mal die Finalserie und gewann vier Titel. Dazu ist er ein tadelloser, skandalfreier Mensch, der sich aus ärmsten Verhältnissen hocharbeitete, ein Vorbild für Millionen Kinder und Jugendliche. Würde man die besten Eigenschaften von Fritz Walter, Uwe Seeler und Gerd Müller in einen Topf werfen, käme ungefähr so jemand wie LeBron James heraus. Er ist kein Superstar, sondern ein Super-Super-Superstar.“

Die Süddeutsche Zeitung schreibt weiter, der Deal sei keinesfalls überraschend, sondern vielmehr „von zwingender Logik“. Ein Sport-Superstar und ein erfolgreiches Sportunternehmen – wenn auch aus einer anderen Sparte – tun sich zusammen. Eine Win-Win-Situation entsteht, die perfekte Marketingstrategie für beide Akteure.

Die regelmäßigen Feierabendrunden beginnen am Deutschen Eck in Koblenz, doch auch die Firmenzentrale des Radherstellers Canyon ist gelegentlich Ausgangspunkt der Touren.
Die regelmäßigen Feierabendrunden beginnen am Deutschen Eck in Koblenz, doch auch die Firmenzentrale des Radherstellers Canyon ist gelegentlich Ausgangspunkt der Touren.
Foto: Gerold Hinzen

Auch Privatkunden können Räder erwerben

Canyon mit rund 1400 Beschäftigten weltweit und einem Umsatz von 416 Millionen Euro im Jahr 2020 fertigt unter anderem Rennräder, Triathlon-Räder, Mountainbikes sowie E-Bikes. Der Hersteller ist stark im Profisport engagiert und arbeitet mit Sportlern wie dem Rennradfahrer Mathieu van der Poel und Triathlet Jan Frodeno zusammen. Über seinen Direktvertrieb verkauft Canyon aber auch Räder an Privatkunden. Aktionär des Koblenzer Herstellers ist weiter auch Firmengründer Roman Arnold.