Nürburgring

Ein Supermarkt für 90.000 Gäste: So versorgen sich Camper bei Rock am Ring

Von Annika Wilhelm
Eine Freundesgruppe hat in der vergangenen Nacht gefroren: Jetzt decken sie sich mit Jogginghosen ein. Snacks dürfen natürlich nicht fehlen.
Eine Freundesgruppe hat in der vergangenen Nacht gefroren: Jetzt decken sie sich mit Jogginghosen ein. Snacks dürfen natürlich nicht fehlen. Foto: Annika Wilhelm

Wer bei Rock am Ring campt, war im Normalfall vorher einkaufen. Was aber, wenn die Vorräte leer gehen oder man etwas vergessen hat? Kein Problem: In Nähe der Zeltplätze gibt es einen eigens für das Festival eingerichteten Supermarkt, den Lidl-Rock-Store. Die RZ hat nachgefragt, was die Festival-Fans hier am liebsten kaufen.

Lesezeit: 2 Minuten
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Das Sortiment ähnelt jedem anderen Supermarkt der Lebensmittelkette: Obst, Gemüse, Backwaren, Milchprodukte, Grillgut – und das alles mit humanen Preisen. Für viele Festival-Besucher und Camper eine Erleichterung, denn die Verpflegung auf dem Festival-Gelände selbst ist nicht unbedingt günstig. Eine kleine Übersicht der Festival-Preise:
  • Berliner Tasche (fleischloser Döner): 9,50€
  • Panini Caprese: 6,90€
  • Pizza Margaritha: 6€
  • Portion Pommes: ab 4,50€
  • Mega Burger mit Pommes: 11,90€
  • Garnelen Burrito: 9€
  • Tibetisches Kyima Thentuk (Nudelsuppe): 12€

Verglichen mit den Discounter-Preisen sind das richtige Wucherpreise – die kommen aber nicht unerwartet, weshalb sich viele Camper schon vorher sättigen. Außerdem hat das Festival-Gelände ja auch nicht durchgehend geöffnet. Gerade zum Frühstück gilt: Selbstversorgung. Und eben dafür kommt ein Supermarkt gelegen.

Obst, Grillgut, Eiswürfel: Camper schlagen zu

So geht es auch einer Camperin, die durch die Gänge schlendert und vor einem Kühlregal haltmacht. Nach ihrer ersten Nacht auf dem Campingplatz sagt sie: „Heute Morgen war es schon heftig ohne Obst.“ Darum liegen in ihrem Einkaufskorb auch vor allem Bananen, Orangen und Co.. Andere greifen am Morgen aber lieber zur deftigen, warmen Variante: Beim Gang über den Campingplatz sieht man immer wieder Leute grillen, auch schon am Morgen. Würstchen haben sie sich teils schon vorher besorgt, aber im Festival-Supermarkt steht Grillgut mit ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Beim Gang durch den Markt bildet sich auch eine kleine Schlange vor dem Eiswürfel-Fach: Schließlich müsse das Bier gekühlt werden, so ein Camper.

Neben Lebensmittel gibt es auch Camping-Equipment.
Neben Lebensmittel gibt es auch Camping-Equipment.
Foto: Annika Wilhelm

Abgesehen von Lebensmitteln decken sich die Supermarkt-Besucher auch mit Camping-Equipment ein. Zelte, Schlafsäcke und Kleinkram wie Kabelbinder – wer was vergessen hat oder wem etwas kaputtgegangen ist, findet hier Nachschub. Eine Freundesgruppe schlägt bei den Jogginghosen zu: „Es war unheimlich kalt die Nacht. Wir haben echt gefroren, auch mit Oberbett und Schlafsack im Zelt.“

Wer seine Freunde zum Einkaufen begleitet, aber müde Beine hat, kann sich in der Chillout Lounge vor dem Supermarkt ausruhen. In der Zwischenzeit legt ein DJ seine Musik in der Boombox auf. Und wenn es beim Einkauf doch mehr wurde und man seine gekauften Produkte nicht auf dem Rücken tragen oder mit vollen Händen zum Zeltplatz balancieren will, kann man einen Bollerwagen-Service nutzen.

Ein Instagram-Reel zum Artikel kann unter diesem Link angesehen werden.

Öffnungszeiten des Rockstores: 7 bis 4 Uhr. Der Rockstore schließt am Montagmorgen.