Archivierter Artikel vom 25.02.2020, 18:29 Uhr
Hachenburg

Mit einem Treppenlift wieder mobiler: HELFT UNS LEBEN schenkt Amelie ein Stück Freiheit

„Ich bin so glücklich. Für mich geht es ab jetzt bergauf.“ Die Augen von Amelie leuchten, wenn sie ihren neuen Treppenlift sieht. Für die junge Rollstuhlfahrerin aus Hachenburg bedeutet er ein großes Stück Freiheit. Dank der Unterstützung durch HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, ist Amelie endlich wieder unabhängiger. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary statteten der alleinerziehenden Mutter nun einen Besuch ab und freuten sich gemeinsam mit ihr über den neuen Treppenlift.

Larissa SchützLesezeit: 3 Minuten
Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary statteten Amelie in Hachenburg einen Besuch ab und freuten sich gemeinsam mit ihr und ihrer Tochter über den neuen Treppenlift. Foto: Röder-Moldenhauer
Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary statteten Amelie in Hachenburg einen Besuch ab und freuten sich gemeinsam mit ihr und ihrer Tochter über den neuen Treppenlift.
Foto: Röder-Moldenhauer

Aufgrund einer Multiple-Sklerose-Erkrankung sitzt Amelie seit vier Jahren im Rollstuhl. Die Wohnung von ihr und ihrer kleinen Tochter befindet sich im Untergeschoss eines Hauses. Bisher stellte die steile Treppe zwischen dem Straßenausgang im Erdgeschoss und der Wohnung ein schier unüberwindbares Hindernis für die Rollstuhlfahrerin dar. Nur mithilfe ihres Vaters konnte sie die Stufen meistern.

Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an. Seit dem Valentinstag ist der neue Treppenlift im Einsatz – und für Amelie ist er „das schönste Geschenk, das ich mir hätte wünschen können“. Möglich gemacht hat das alles HELFT UNS LEBEN. Nachdem sich die Rollstuhlfahrerin per E-Mail persönlich an Manuela Lewentz-Twer gewandt hatte, zögerte die Vorsitzende der Initiative nicht lange und stattete Amelie gemeinsam mit HELFT UNS LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary einen Besuch ab. Die beiden waren sich sofort einig: „Hier werden wir schnell tätig.“

Mit einer dankbaren Umarmung begrüßt Amelie die beiden HELFT-UNS-LEBEN-Vorstandsmitglieder in ihrer geräumigen Wohnung mit Blick auf den Burggarten. „Sie strahlen ja richtig“, freut sich Manuela Lewentz-Twer. Es ist nicht zu übersehen, wie glücklich Amelie über den neuen Treppenlift ist. „Ich bin so froh, dass ich hier in meiner Wohnung bleiben kann“, erklärt sie. Stolz beschreibt die Rollstuhlfahrerin Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, wie sie beispielsweise ihre Tochter nun hoch zur Haustür begleiten oder selbst die Post abholen kann. Alltägliche Dinge, die für einen gesunden Menschen ganz selbstverständlich sind.

„Solche Fälle lassen auch uns das Leben ein Stück weit anders wahrnehmen“, berichtet Manuela Lewentz-Twer. Die beiden Vorstandsmitglieder freuen sich gemeinsam mit Amelie über deren neu gewonnene Unabhängigkeit. „Alle reden immer von Freiheit“, erklärt Amelie. „Ich habe mich nie unfrei gefühlt. Aber seit ich den Treppenlift habe, verstehe ich besser, was Freiheit bedeutet.“

Gemeinsam mit ihrer Tochter demonstriert sie auch sofort, wie der Lift funktioniert. Der Einbau hatte sich zunächst nicht ganz so einfach gestaltet wie anfangs erwartet. Das alte Treppengeländer war nicht stabil genug, um den Treppenlift zu tragen. Also organisierte Hans Kary zusätzlich noch den Bau eines neuen Geländers. Jetzt funktioniert alles reibungslos.

Per Knopfdruck kann Amelie nun den Lift aktivieren und damit nach oben oder wieder zurück zur Wohnung fahren. Eine nachträglich angebaute Rampe an der Haustür komplettiert den barrierefreien Zugang zur Wohnung.

„Momentan versuche ich, einen Elektrorollstuhl von der Krankenkasse finanziert zu bekommen“, berichtet die aktive Frau weiter. „Wenn ich den habe, dann bin ich nicht mehr aufzuhalten“, schmunzelt sie. „Dann schwinge ich mich auf meinen Treppenlift und sage nur noch: Bis später.“ Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary sicherten Amelie die weitere Unterstützung durch HELFT UNS LEBEN zu, sollte es beispielsweise Probleme bei der Anschaffung des Elektrorollstuhls geben.

Larissa Schütz