Archivierter Artikel vom 28.11.2020, 07:00 Uhr
Koblenz

Baldauf würdigt das Engagement von HELFT UNS LEBEN: „Ein Beispiel gelebter Mitmenschlichkeit“

Als ein „leuchtendes Beispiel gelebter Mitmenschlichkeit“ würdigte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag, Christian Baldauf, die RZ-Aktion HELFT UNS LEBEN. Bei einem Informationsgespräch im Koblenzer Druckhaus der Rhein-Zeitung lobte er das Engagement des Vereins für Menschen in Not sowie die Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser unserer Zeitung.

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Informierte sich über die Arbeit von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung: CDU-Fraktionschef Christian Baldauf (links). Rede und Antwort standen (von rechts) die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer sowie die Vorstandsmitglieder Hans Kary und Peter Burger.
Informierte sich über die Arbeit von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung: CDU-Fraktionschef Christian Baldauf (links). Rede und Antwort standen (von rechts) die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer sowie die Vorstandsmitglieder Hans Kary und Peter Burger.
Foto: Sascha Ditscher

Dem Treffen vorausgegangen war vor einigen Wochen ein Brief des Vorstandes von HELFT UNS LEBEN an alle Fraktionsvorsitzenden im Landtag. Aus der täglichen Praxis des Vereins wurde darin die Situation vieler Betroffener geschildert. Einzig Christian Baldauf hatte darauf reagiert und um einen Termin mit HELFT UNS LEBEN gebeten.

„Viele Familien, aber auch Alleinstehende, sind zurzeit durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, die Herausforderungen von situationsbedingten Kita- oder Schulschließungen, aber auch durch Einschränkung sozialer Kontakte und vielem mehr stark betroffen“, erläuterte Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, die Hintergründe. „Uns erreichen immer häufiger Anfragen für Lebensmittelgutscheine oder für dringend notwendige Winterbekleidung für Kinder. Wir finden, die Landesregierung muss hier reagieren und darf diese Menschen nicht vernachlässigen“, sagt die Vorsitzende.

Dass die im Hartz-IV-Regelsatz (432 Euro für Erwachsene) festgelegten Beträge, wie etwa 150,60 Euro für Lebensmittel oder 37,84 Euro für Bekleidung, oft nicht ausreichen, sei unstrittig, war sich die Runde einig, dennoch könne nicht automatisch allein auf private Hilfsaktionen wie HELFT UNS LEBEN, die Tafeln, Sozialverbände oder Kirchen verwiesen werden. Der Staat dürfe sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen – auch und gerade im Krisenmodus.

Baldauf spann den Bogen weiter: „Es geht nicht allein um die Corona-Krise. Wir haben auch eine Klimakrise und schliddern, wenn wir nicht aufpassen, in eine Staatsschuldenkrise.“ Aufgabe der Politik müsse es sein, die Auswirkungen dieser Krisen sozialverträglich abzufedern. Familienunterstützende Maßnahmen gehörten ebenso dazu wie ein breiteres Angebot etwa in der Familienberatung oder Suchtberatung und führe über die Ausstattung von Schulklassen bis zur kompletten Digitalisierung des ländlichen Raums und den Ticketpreisen im ÖPNV. „Ziel muss es sein, dass wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen jederzeit die Teilhabe ermöglichen, unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben. Und das nicht nur durch Transferleistungen.“ Dass HELFT UNS LEBEN als private Spendeninitiative der Rhein-Zeitung immer wieder unkompliziert und unbürokratisch Menschen helfe, die unverschuldet in Not geraten, sei auch in diesen Zeiten ein Lichtblick, sagt Baldauf: „Es zeigt auch, wie solidarisch die Menschen in Rheinland-Pfalz füreinander einstehen. Das macht Mut, und daher muss auch einmal ‚Danke‘ gesagt werden.“ Er sagte zu, HELFT UNS LEBEN bei einem der zahlreichen Fallbesuche hilfsbedürftiger Menschen zu begleiten. red