Loreley

Nach Hotel-Stopp auf der Loreley: Grüne bedauern Rodung der Bäume

Nach dem von den Investoren verkündeten Stopp des Loreleyhotels auf dem Loreleyfelsen melden sich nun Vertreter von Bündnis 90/die Grünen zu Wort. Insbesondere die erst kürzlich ausgeführten Rodungsarbeiten sowie der ehemalige Campingplatz werden in den Blick genommen.

Viel ist von dem ehemaligen Campingplatz nicht mehr übrig. In diesem Bereich sind vor nicht allzu langer Zeit zudem mehrere Bäume gefällt worden. Die Grünen bezeichnen dies als besonderes schmerzhaft und fordern Ersatz vom Investor.
Viel ist von dem ehemaligen Campingplatz nicht mehr übrig. In diesem Bereich sind vor nicht allzu langer Zeit zudem mehrere Bäume gefällt worden. Die Grünen bezeichnen dies als besonderes schmerzhaft und fordern Ersatz vom Investor.
Foto: Markus Eschenauer

„Der Ortsverband Nastätten-Loreley und der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen haben das Projekt stets mit Kritik begleitet“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. „Für die Umweltpartei ist ein 700-Betten-Hotel auf der Loreley vollkommen überdimensioniert und ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in die Natur“, so die deutlichen Worte.

Außerdem habe es sich nun als Fehler erwiesen, „den Campingplatz zu vertreiben“. Campen, so die Grünen, sei im Moment gefragter denn je und ist ein wichtiger Tourismusfaktor für die Verbandsgemeinde Loreley. „Umso bedauerlicher, dass dies auf der Loreley nicht mehr möglich ist.“

Besonders bedauern die Grünen allerdings die Rodungsarbeiten. „Was für uns Grüne aber nun mehr als schmerzhaft ist, ist dass im Februar 2021 über 20 gesunde Bäume vom Investor gefällt wurden.“ Runde sechs Wochen später – also quasi nach der Rodung – teilt nun derselbe Investor mit, dass es kein Hotel auf der Loreley geben wird.

„Wenn hier noch ein bisschen Anstand bei den Grundstücksinhaber vorhanden ist, sollten diese sofort neue Bäume auf dem Plateau pflanzen“, fordert Christoph Weyrath, Sprecher des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen Nastätten-Loreley.