Paris (dpa) – Ursprünglich sollte die südfranzösische Stadt Nizza die Eissport-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2030 ausrichten (Eishockey, Eiskunstlauf, Curling, Shorttrack). Nun sollen die Disziplinen voraussichtlich in Lyon gebündelt werden.
Die in Nizza geprüften Lösungen seien nicht tragfähig gewesen, erklärte das Organisationskomitee in einer Pressemitteilung. Lyon erscheine daher als geeignetster Standort, um die Eissportarten – mit Ausnahme des Eisschnelllaufs – zentral auszurichten.
Auslöser der Neuausrichtung ist unter anderem die Entscheidung des im März gewählten konservativen Bürgermeisters Éric Ciotti, sich gegen den Bau einer temporären Eissporthalle im Stadion der Stadt zu stellen.
Laut Organisationskomitee machte die fehlende Alternative in der Region Süd sowie der Wunsch des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Fachverbände nach einem einheitlichen «Eis-Cluster» eine Neuverteilung der Wettbewerbe notwendig.
Ciotti steht der rechtspopulistischen Partei «Rassemblement National» nahe. Der Politiker kritisierte die Entscheidung und kündigte an, eine parlamentarische Untersuchungskommission einzusetzen, um die Angelegenheit aufzuklären.
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