Berlin (dpa/tmn) – Der Scala ist ein typischer Skoda: Das Modell punktet vor allem beim Platzangebot und dürfte unter den Interessenten viele ansprechen, die im Alltag so allerlei umherzukutschieren haben.
Große Kofferräume, Stauraum und pfiffige Lösungen sind seit Jahren die Sache der tschechischen Marke, und so verwundert es kaum, wenn der «Auto Bild TÜV-Report 2026» konstatiert: «Der Skoda Scala basiert auf der Plattform des VW Polo, ist jedoch länger und breiter als der Golf.» Resultat: Der Gepäckraum des Scala bietet mit 1.410 Litern mehr als der Kompakte aus Wolfsburg.
Und bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU)? Da leistet sich der Tscheche zwei strukturelle Schwächen – die zum Glück nicht so ins Geld gehen, lässt man sie beheben.
- Modellhistorie: Der Scala startete 2019 als Nachfolger des kleineren und noch klar zum Kleinwagensegment zählenden Rapid. Ab da immer an Bord: Ein erweitertes Angebot an Assistenzsystemen mit automatischer Spurführung (optional inklusive Abstandsregelung), City-Notbremsassistent und Müdigkeitserkennung. Zum Facelift wurden 2023 Optik und Dreizylindermotor überarbeitet.
- Karosserie und Varianten: In puncto Aufbau hat man immerhin die Qual der Wahl nicht, es gibt ihn nur als die Steilheckvariante Spaceback (Der Vorgänger Rapid wurde noch Fließheck gebaut). Bis 2023 wurde der Scala auch mit Erdgasmotor angeboten. Der Diesel wurde schon ab 2020 nicht mehr montiert. Ebenfalls optional: ein Sportfahrwerk.
- Abmessungen (laut ADAC): 4,36 m x 1,79 m x 1,47 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 467 l bis 1.410 l.
- Stärken: Der Scala fährt souverän und ist stets gut beherrschbar, schreibt der eingangs genannte Report, der das Modell als einen «gelungen Kompromiss aus Komfort und Dynamik» beschreibt – mit Ellenbogen-, Kopf- und Kniefreiheit «voll auf Kompaktklasseniveau».
Bei der HU punkten die stabilen Achsaufhängungen, zuverlässige Blinkanlagen sowie nur sehr selten beanstandete Feststellbremsen, Bremsschläuchen und -leitungen. Die Abgasuntersuchung (AU) besteht der Scala in der Regel. - Schwächen: Vor allem zwei Punkte stehen in der Kritik: die Bremsscheiben, die ab der ersten HU überdurchschnittlich oft beanstandet werden, und die vordere Beleuchtung, wegen der das Modell ebenfalls weit öfter zur Nachprüfung muss als in der Klasse üblich.
Auch die Rückleuchten sind kein Garant der Zuverlässigkeit. Was noch vorkommt: Funktionsschwächen der Fußbremse sowie schon zur ersten HU Ölverlust – dieses aber nur selten. - Pannenverhalten: Mit Blick auf die Pannenstatistik des ADAC gibt es wenig Einwände für Kaufinteressenten. Der Club kommentiert das Abschneiden des Scala mit den knappen Worten: «seit 2019 zuverlässig». Pannenschwerpunkte gibt es demnach nicht zu vermelden.
- Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 70 kW/95 PS bis 140 kW/190 PS; Erdgas (Dreizylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 85 kW/115 PS.
Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele:
- Scala 1.6 TDI Active (6/2020); 85 kW/116 PS (Vierzylinder); 108.000 Kilometer; 11.393 Euro.
- Scala 1.0 TGI G-Tec Style (6/2023); 66 kW/90 PS (Dreizylinder); 41.000 Kilometer; 14.338 Euro.
- Scala 1.0 TSI Cool Plus OPF (6/2021); 70 kW/ 95 PS (Dreizylinder); 63.000 Kilometer; 12.715 Euro.
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