In 28 Ländern toppt der deutsche Antikriegsfilm „Der Tiger“ die Liste der meistgestreamten Filme auf Amazon. Mitten drin als Panzer-Ladeschütze Michel: Schauspieler Yoran Leicher aus Hachenburg. Richtig fassen kann der Westerwälder den Erfolg zwar nicht, so unwirklich kommt ihm das Ganze noch immer vor. Klar: Drehbuch, Effekte und die ganze Produktion haben auch ihn begeistert, sagt er in der aktuellen Episode von „RZähl mal!“, dem Talk Podcast der Rhein-Zeitung. Dafür, dass der Film aber derart durch die Decke geht, hat er trotzdem keine Erklärung. Auch wenn er es gut und wichtig findet, „dass so viel Menschen diesen Film gesehen und die Grausamkeit und Entmenschlichung durch Krieg noch einmal vor Augen geführt bekommen haben.“

„Der Tiger“ stellt den vorläufige Karrierehöhepunkt von Yoran Leicher dar, der sich schon bevor er zum ersten Mal auf der Theaterbühne seiner Grundschule in Hachenburg stand, mit seiner Cousine Malu Leicher zum Spaß Drehbücher und Filmrollen ausgedacht hat. Diese Leidenschaft war es auch, die beide schon im Kindesalter zum Schauspielunterricht nach Köln gebracht und dafür gesorgt hatte, dass beide gemeinsam für die Kinderbuchverfilmung „Liliane Susewind“ vor der Kamera standen, in der Cousine Malu 2018 sogar die Hauptrolle übernahm.








Die erste Film-Hauptrolle für Yoran folgte wenig später im Film „Zu weit weg“. Z uvor stand er in „Gut gegen Nordwind“ mit Nora Tschirner vor der Kamera. Außerdem war der 20-Jährige schon in der Serie „Die drei !!!“ und der Neuauflage der Teeniekomödie „Mädchen, Mädchen!“ zu sehen und wird dieses Jahr in „Club der roten Bänder“ auf VOX über die TV-Bildschirme flimmern.
Und obwohl er die Aufmerksamkeit durchaus genießt, ist es dem Nachwuchsschauspieler wichtig, auf dem Teppich zu bleiben: „Wir reden lange nicht von Hollywood“, scherzt er. „Kritik ist immer noch wichtig, genau wie zum Schauspielunterricht zu gehen und die Spülmaschine einzuräumen“.
Das ganze Gespräch gibt es im Podcast „RZähl mal!“ - jetzt reinhören!
Millionen Menschen weltweit haben „Der Tiger“ bereits gesehen – und in dem Antikriegsfilm auch Yoran Leicher. Mit uns hat der Westerwälder über extreme Dreharbeiten, eine schwierige Rolle und die erschreckende Aktualität des Vergangenen gesprochen.
Yoran Leicher: Dank „Tiger“ plötzlich weltbekannt


