Zum Antrittsbesuch in der Stadtverwaltung erwarteten ihn offene Arme und ein erwartungsfroher Vertrauensvorschuss, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. „Wir wissen das Engagement aller Haupt- und Ehrenamtlichen des Diakonischen Werkes sehr zu schätzen“, sagt Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, „und können auf viele Jahre der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit zurückblicken.“ Keinen Zweifel ließ die Stadtspitze daran, dass diese enge Zusammenarbeit genauso erfolgreich auch unter der neuen Leitung fortgeführt werde. „Wir sind froh, mit der Diakonie und den weiteren sozialen Diensten verlässliche Partner an unserer Seite zu wissen, die das Beste für jeden Einzelnen im Sinn haben – ungeachtet von gesellschaftlichem Stand, Religion oder Herkunft der Person“, betont Neuwieds Bürgermeister Peter Jung als Sozialdezernent.
Schulsozialarbeit und Flüchtlingshilfe
In Neuwied übernimmt das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied unter anderem das Quartiersmanagement im Raiffeisenring sowie die soziale Betreuung dezentral in GSG-Wohnungen untergebrachter Geflüchteter und Asylsuchender. „Es ist gut, dass wir viele Menschen dezentral in angemieteten Wohnungen unterbringen können – aber mit Wohnraum allein ist es nicht getan“, weiß Beigeordneter Ralf Seemann und dankt dem Kooperationspartner. Schüler an den Gymnasien in Neuwied würden vom Einsatz der Diakonie in der Schulsozialarbeit profitieren, die Stadt und Kreis gemeinsam finanzieren. Und nicht zuletzt hilft das Diakonische Werk mit seiner Schuldnerberatung seit vielen Jahren unkompliziert und diskret, wenn Bürger in finanzielle Notlagen geraten sind.
Die Flüchtlingssituation im Kreis Neuwied soll sich in den kommenden Monaten noch einmal verschärfen. Viele Kommunen sind händeringend auf der Suche nach Wohnraum, um die Geflüchteten häufig dezentral unterzubringen.Wohlfahrtsverbände äußern Kritik: Warum die Flüchtlingshilfe im Kreis Neuwied an ihre Grenzen stößt