Arbeitsmarkt im Februar
Frühjahrsbelebung lässt in Neuwied noch auf sich warten
In den Außenberufen steigt im Frühjahr meist der Personalbedarf.
In den Außenberufen steigt im Frühjahr meist der Personalbedarf.
Karl-Josef Hildenbrand. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Agentur für Arbeit hat die neusten Zahlen vom heimischen Arbeitsmarkt vorgelegt. Dabei fällt ins Auge, dass die viel zitierte Frühjahrsbelebung im Kreis Neuwied noch nicht zu beobachten ist.

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Im Frühjahr verzeichnet die Agentur für Arbeit in der Regel eine jahresbedingte Belebung am heimischen Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung hat sich für den Kreis Neuwied im Februar noch nicht wirklich angedeutet. Anhand der Zahlen in der Arbeitsmarktstatistik, die die Agentur Rhein-Wied-Westerwald jetzt veröffentlicht hat, lässt sich das nachvollziehen.

Laut Agentur waren im Februar an Rhein und Wied 5895 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 41 Betroffenen mehr als im Januar und 223 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent und liegt damit 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Neue Beschäftigungsverhältnisse nur ein Teil der Belebung

„Diese – wenn auch moderate – Entwicklung ist saisonal typisch für diese Jahreszeit“, erklärt Agenturchef Elmar Wagner. Bei der sogenannten Frühjahrsbelebung nehmen vor allem Saisonbeschäftigte, etwa in der Gastronomie oder in Außenberufen, ihre Tätigkeit wieder auf, informiert die Behörde weiter. „Nur ein Teil dieser Entwicklung ist auf neue Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen. Denn es scheiden auch Personen statistisch aus der Arbeitslosigkeit aus, weil sie eine Qualifizierungs- oder Fördermaßnahme beginnen“, so Wagner.

Dieser Effekt war im Februar im gesamten Agenturbezirk, der die Kreise Neuwied, Altenkirchen und Westerwald umfasst, mit 352 neuen Maßnahmeteilnehmern um 67 Abgänge höher als im Vormonat. Der aktuelle Rückgang lasse sich daher nur eingeschränkt als klassische Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bewerten.

„Wir sehen wieder mehr Bewegung im Arbeitsmarkt, auch wenn sie derzeit noch verhalten ausfällt.“
Agenturchef Elmar Wagner

Mit Blick auf die kommenden Monate bleibt der Agenturchef vorsichtig optimistisch: „Wir sehen wieder mehr Bewegung im Arbeitsmarkt, auch wenn sie derzeit noch verhalten ausfällt. Entscheidend wird sein, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Frühjahr entwickeln.“

Der Stellenmarkt präsentiert sich im Februar noch zurückhaltend. Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Rhein-Wied-Westerwald und der Jobcenter wurden für den Kreis Neuwied 242 neue Stellen gemeldet. Das sind zwar 6 Stellen mehr als im Januar, jedoch 18 Stellen weniger als vor einem Jahr. Insgesamt befinden sich derzeit 1481 offene Stellen für den Kreis Neuwied im Bestand.

Von diesen Jobangeboten richten sich laut Agentur die meisten an Fachkräfte, gefolgt von Stellen für Spezialisten oder Experten und Stellen für ungelernte Arbeitskräfte. „Den größten Bedarf verzeichnen aktuell die Bereiche Verkauf, Maschinenbau sowie Lagerwirtschaft und Zustellung“, teilt die Agentur abschließend mit.

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