HELFT UNS LEBEN
An Carl-Orff-Schule in Neuwied wird die Biene gefeiert
Mona Ziegler (2. von rechts) und Daniel Bernard (2. von links) mit zwei fleißigen Helfern der Schulimkerei: dem 18-jährigen Jako
Mona Ziegler (2. von rechts) und Daniel Bernard (2. von links) mit zwei fleißigen Helfern der Schulimkerei: dem 18-jährigen Jakob Dörfel und dem zehnjährigen Marlon Haas.
Viktoria Schneider

Den diesjährigen Weltbienentag hat sich die Carl-Orff-Schule in Neuwied zum Anlass genommen, um die summenden Insekten gemeinschaftlich zu zelebrieren. Unterstützt wurde das Projekt auch von HELFT UNS LEBEN, der Hilfsorganisation unserer Zeitung.

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. Honigbienen gehören fest zum Alltag an der Carl-Orff-Schule in Neuwied. In der schuleigenen Imkerei, die von unserer Hilfsorganisation HELFT UNS LEBEN unterstützt wird, lernen die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit den summenden Insekten kennen. Anlässlich des diesjährigen Weltbienentags veranstaltet die Förderschule einen Aktionstag, bei dem neben Wissenserwerb auch der Spaß im Vordergrund steht.

Im vergangenen Jahr konnte die Imkerei aus dem Brexbachtal auf das Schulgelände umziehen. Der Tapetenwechsel ist nötig gewesen, da der Transport der Schüler immer aufwendiger wurde. Ihr neues Zuhause haben die Tiere nun auf einem Grünstreifen direkt neben dem Pausenhof gefunden, der den Spitznamen „Bee9“ trägt.

Die Schüler kommen den Bienen ganz nahe.
Die Schüler kommen den Bienen ganz nahe.
Viktoria Schneider

Eine Plexiglasscheibe macht es möglich, die neuen Mitbewohner aus sicherer Entfernung zu beobachten. Doch Berührungsängste gibt es bei den Schülern eigentlich kaum, berichtet die Projektverantwortliche Mona Ziegler, wenn überhaupt seien es die Lehrer, die lieber Vorsicht walten lassen.

Zusammen mit ihrem Kollegen Daniel Bernard kümmert sie sich darum, dass die Schüler Bekanntschaft mit den Tieren machen. Während die älteren Kinder klassische Imkertätigkeiten ausüben, sollen die jüngeren erst einmal nur „erleben“. Das ist Teil der ganzheitlichen Entwicklung, die die Förderschule anstrebt, erklärt sie.

Spende macht neue Imkeranzüge möglich

Das Kernteam setzt sich aus etwa acht Kindern und Jugendlichen zusammen. „Vor allem die Älteren sind echte Profis“, sagt Ziegler. „Sie können schon sehr viel alleine.“ Regelmäßig schauen sie nach den Tieren, ernten den Honig und füllen ihn anschließend in Gläser ab, die dann für einen kleinen Preis in der Schule verkauft werden.

Mit dem Projekt möchte die Schule die Empathie gegenüber den Insekten fördern, das Selbstbewusstsein der Schüler stärken und Erfolgserlebnisse schaffen. Auch das Gefahrenbewusstsein soll geschärft werden – wobei die kleinen Bienenzüchter durch ihre Anzüge bestens gegen mögliche Stiche geschützt sind, wie Ziegler betont.

Bei ihrer Arbeit ist die Imkerei auf Spenden angewiesen. Auch HELFT UNS LEBEN unterstützte das Projekt mit 2500 Euro. Der stellvertretende Vorsitzende Lars Hennemann erklärte im Herbst: „Das Verständnis für die Natur und das gleichzeitige Fördern der Bereitschaft, sich um unsere Umwelt zu kümmern, ist ein pädagogisch sehr wertvoller Ansatz, der genau in das Verständnis von HELFT UNS LEBEN passt.“

Mit dem Geld konnten neue Imkeranzüge, eine Honigpresse und ein Entdeckelungsgeschirr angeschafft werden – alles Werkzeuge, damit der Honig besser geerntet werden kann.“ Ziegler zeigt sich dankbar und sagt: „Es ist toll, zu sehen, mit wie viel Eifer die kleine Imker-Gruppe nun bei der Sache ist.“

Der achtjährige Marlon Haas durfte sogar selbst Hand anlegen.
Der achtjährige Marlon Haas durfte sogar selbst Hand anlegen.
Viktoria Schneider

Den diesjährigen Weltbienentag hat die Schule zum Anlass genommen, um den Tieren einen ganzen Tag zu widmen. Am Freitag, 22. Mai, sollen die Schüler den Bienen nahekommen. Der Aktionstag sieht unter anderem eine Kreativwerkstatt, eine „Bienen-Bar“ oder einen Bestäubungswettbewerb vor.

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