In der Schmerztagesklinik in Altenkirchen gehen am Wochenende die Lichter aus. Entsprechende Informationen unserer Zeitung haben ihre Richtigkeit, so der Betreiber auf Nachfrage. „Das Diakonie-Klinikum bestätigt, dass die Schmerzambulanz und Schmerztagesklinik am Standort Altenkirchen nicht mehr weiter betrieben wird. Zu unserem Bedauern erfolgt die Schließung aus wirtschaftlichen Gründen und nach dem Ausscheiden einer Ärztin zum 1. März“, erläutert Daniel Grube, Verwaltungsdirektor des Diakonie-Klinikums Kirchen.
„Den fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir allesamt Versetzungsangebote an andere Stellen in unserem Hause unterbreitet“, so Grube weiter. Patienten können demnach noch in den kommenden zwei Wochen ihr Befunde anfordern.
„Zu unserem Bedauern erfolgt die Schließung aus wirtschaftlichen Gründen und nach dem Ausscheiden einer Ärztin zum 1. März.“
Daniel Grube, Verwaltungsdirektor des Diakonie-Klinikums Kirchen, zum Aus für die Schmerztagesklinik in Altenkirchen.
Nach Informationen unserer Zeitung hat Barbara Schneider, seit August 2017 Leiterin der Schmerztagesklinik und Schmerzambulanz, ihre Kündigung eingereicht. Damals wurde die Einrichtung noch vom DRK betrieben, nach der Insolvenz hat die Diakonie in Südwestfalen das medizinische Angebot zunächst fortgeführt.
Eine Schmerztagesklinik ist eine spezialisierte Einrichtung zur teilstationären Behandlung chronischer Schmerzpatienten. Diese werden tagsüber therapiert und kehren abends nach Hause zurück. In der Regel werden die Patienten von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Psychologen und Therapeuten betreut und durchlaufen ein mehrwöchiges Programm aus Medizin, Physiotherapie und Psychotherapie, um Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Eine Schmerztagesklinik ist somit Bindeglied zwischen Schmerzambulanz und Schmerzklinik und richtet sich vorrangig an Schmerzpatienten, die noch mobil sind und in räumlicher Nähe zur Tagesklinik wohnen. Experten sehen den Vorteil einer solchen Behandlung darin, dass der Bezug zum persönlichen Alltag bestehen bleibt.

Chronischer Schmerz ist Volkskrankheit: Bei Fachleuten in Altenkirchen erhalten Betroffene Hilfe
Rückenschmerzen, Migräne, Gelenkbeschwerden, Ganzkörperschmerz – immer mehr Menschen können davon ein (Klage-)Lied singen. Auch in der Schmerzambulanz und in der Schmerztagesklinik am DRK-Krankenhaus in Altenkirchen weiß man um diese Entwicklung.


