Anschluss verpasst: Händler müssen ins Netz Andrey Popov - stock.adobe.com
Seit Langem erklingen die Stimmen, die vor dem Veröden und Sterben der Innenstädte warnen. Nun hat die Pandemie in diesem Prozess den Turbogang eingelegt – mit dem zweiten Lockdown liegt der Innenstadthandel im künstlichen Koma. Und noch ist nicht klar, wer am Ende daraus wieder erwacht. Im derzeit befürchteten Ausmaß war das Sterben nicht vorherzusehen – und doch muss man fragen: Warum bloß verhallten alle Mahnungen bisher derart wirkungslos? Ist das Virus wirklich schuld an der aktuellen Schieflage? Versuch einer Rekonstruktion.
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Die Rolle der Politik: Bereits im August 2015 beschloss die rot-grüne Regierung in Rheinland-Pfalz das Landesgesetz über lokale Entwicklungs- und Aufwertungsprojekte (LEAPG). Es hat zum Ziel, „lokale Wirtschaftsaktivitäten in gewachsenen Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gewerbezentren durch private Initiativen zu fördern und zu entwickeln“.