Mehr als 70 000 Stolpersteine haben Günter Demnig und seine Vertreter in Deutschland und 23 anderen europäischen Ländern verlegt. Sie sind damit das größte dezentrale Kunstwerk der Welt. Ihre quadratischen Messingtafeln sind mit von Hand eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel getragen.
Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in den Gehweg eingelassen und tragen Namen und Lebensdaten der Opfer. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Demnig dazu den Talmud. Die Verlegung eines Stolpersteins kann, die Genehmigung der Kommune vorausgesetzt, jeder beantragen.