Reportage Alle Landespolitiker wollen den ländlichen Raum entwickeln - Aus Mainz heraus wird das nicht möglich sein
Eine Attraktion: Der Brückenschlag in die Zukunft
Kevin Rühle

Mörsdorf. Am Anfang war da nichts. Geohistorisch ist es natürlich eine spannende Vorstellung, dass der kleine Mörsdorfer Bach auf dem Weg vom Hunsrück in die Mosel eine 100 Meter tiefe Schlucht zwischen Mörsdorf und die Nachbargemeinde Sosberg gefressen, Stunde um Stunde, Stein um Stein weggespült hat. Die Natur hat diesen ländlichen Raum gestaltet. Doch solche Lücken im bewaldeten Panorama gehören zum Hunsrück wie die Nunkirche und der Schinderhannes. Touristen schätzen Wanderungen durch die Waldstücke. Die Bäume spannen im Sommer ein schattiges Dach über die anspruchsvollen Wege. Doch ein Tourismusmagnet war Mörsdorf nie. Das hat sich 2015 mit der Eröffnung der Hängeseilbrücke Geierlay geändert – weil drei Männer, darunter Bürgermeister Marcus Kirchhoff, den ländlichen Raum ihrer Gemeinde entwickelt haben.

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Genau das ist auch das ständige Ziel der Politiker im Mainzer Landtag. Es gibt 101 Kämpfer für die Landarztquote, die Breitbandversorgung in der Fläche, eine bessere Anbindung für abgelegene Regionen, guten Handyempfang und, und, und. Trotzdem muss sich die FDP-Fraktion, die zu einer auswärtigen Sitzung nach Mörsdorf gereist ist, folgenden Satz anhören: „Bei aller Mühe“, sagt Marcus Kirchhoff (parteilos).

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