Nicht wenige waren enttäuscht: Das Kandidatenduell beim DGB brachte denen, die eigens dafür ins Begegnungszentrum am Barbararing gekommen waren, so gut wie keine neuen Erkenntnisse – mal abgesehen von der Ankündigung des Landrats, dass es bald einen Hip-Hop-Song für die Nationalparkregion mit dem Titel „Wir sind eins“ geben soll. Ansonsten aber waren konkrete Aussagen die Ausnahme. Stattdessen wurden den Zuhörern zu viele Lippenbekenntnisse und Worthülsen zugemutet – frei nach dem Motto: Ja, da müssen wir was tun ... Die bisher sehr brave, man könnte auch sagen langweilige Art des Wahlkampfs, kommt Amtsinhaber Matthias Schneider entgegen, der sich gewohnt eloquent präsentierte, aber oft zu wenig auf den Punkt formulierte. War er vor acht Jahren noch krasser Außenseiter, so ist er jetzt klarer Favorit. Er kann sich entspannt zurücklehnen, weil jetzt allein schon sein Bekanntheitsgrad für ihn spricht. Es liegt an den Herausforderern, Schwachstellen aufzuzeigen, auf seine Versäumnisse hinzuweisen und inhaltliche Unterschiede deutlich zu machen.
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Davon war diesmal bei Michel Grandmaire bestenfalls ansatzweise etwas, bei Jörg Petry gar nichts zu spüren. Von einem Kandidaten jener Partei, die früher mal ein Abo auf den Landsratsposten hatte, muss man mehr erwarten. Wobei es schon ein Wert an sich ist, dass er und der FLKB-Kandidat sich überhaupt zur Wahl stellen.