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    Bad Kreuznach

    Feldpostkarten: Viele Grüße an das Fräulein Else aus Sponheim

    Das Stadtarchiv verdankt Elisabeth Kilz aus Sponheim einen ganzen Packen Feldpostkarten aller Couleur, und das darf man bei den Karten des Ersten Weltkriegs durchaus wörtlich nehmen.

    Auch diese Karte, die ein abgeschossenes gegnerisches Flugzeug zeigt, zählt zur Sammlung von Elisabeth Kiltz, die ganze Alben mit Feldpostkarten aufbewahrte. Ihre Enkelin Ingrid Beschke stellte die Sammlung zur Verfügung.
    Auch diese Karte, die ein abgeschossenes gegnerisches Flugzeug zeigt, zählt zur Sammlung von Elisabeth Kiltz, die ganze Alben mit Feldpostkarten aufbewahrte. Ihre Enkelin Ingrid Beschke stellte die Sammlung zur Verfügung.

    Bisweilen sind die sehr vaterländischen Motive, die zu jener Zeit millionenfach und meist in Sechser-Serien an die Frontsoldaten verkauft wurden, handkoloriert. Selten zeigen sie Bilder von der Front, von Tod und Verderben. Stattdessen sind häufig gut gelaunte, heldenhaft auftretende Soldaten in blitzsauberen Uniformen zu sehen. Allenfalls zeigt eine Karte mal die Trümmer eines - selbstverständlich gegnerischen - Flugzeugs und lässt damit zugleich erahnen, welche Tragödien sich an der sogenannten Front abspielen. Denn wo diese Front genau verläuft, ist in der Heimat nicht immer ersichtlich, schon gar nicht aus mitunter zensierten Postkarten.

    Das "liebe Fräulein Kiltz", später verheiratete Metzler, unterhielt während des Krieges einige Brieffreundschaften mit Frontsoldaten. "Herzliche Grüße aus Düren, auch an die Tante" sendet etwa ein gewisser Heinrich. Die Sütterlinhandschriften sind meist beeindruckend schön, aber für heutige Leser auch genauso schwer bis gar nicht zu entziffern. Es braucht schon Übung und Erfahrung, um das mit dünnem Bleistift Geschriebene zu entziffern. "Sie hat aus Nächstenliebe geschrieben, denn sie war ein guter Mensch, hatte stets für jeden ein offenes Ohr. Die Tür stand immer offen", erinnert sich Enkelin Ingrid Beschke aus Argenschwang. Sie stellte dem Bad Kreuznacher Stadtarchiv die gesamte Postkartensammlung ihrer Großmutter zur Verfügung, damit die vielleicht eines Tages ausgewertet werden kann.

    Das Fräulein Kiltz wurde am 31. Juli 1889 geboren und war in Bad Kreuznach bei einer Familie Prieger in Stellung, eventuell als Kindermädchen. Sicher ist sich ihre Enkelin Ingrid Beschke nicht. Allerdings kann sie sich sehr gut daran erinnern, dass ein Prieger an der Beerdigung ihrer Großmutter teilnahm, die am 25. Dezember 1962 in den Armen der Enkelin starb.

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