Das Modell von Bonn ist auch Anlaufstelle für Rheinland-Pfälzer
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat vor etwa drei Jahren eine zentrale augenärztliche Notdienstpraxis in Bonn etabliert und betreibt sie in Kooperation mit der Universitäts-Augenklinik Bonn. In der Praxis leisten die niedergelassenen Augenärzte der Kreise Euskirchen und Rhein-Sieg sowie der Stadt Bonn wechselweise ihre Notdienste. Die Patienten haben dadurch eine täglich geöffnete feste Anlaufstelle außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten. Pro Jahr würden in der in die Uniklinik integrierte Praxis zwischen 8000 bis 9000 Patienten versorgt. An jedem Wochenende seien es etwa 60 bis 80 Patienten, darunter regelmäßig auch Rheinland-Pfälzer. Vorteil: Ärzte der Uniklinik können schnell hinzuzogen und Patienten schnell operiert werden. Zudem übernehme die Uni in den absoluten Nachtstunden den Bereitschaftsdienst, wie KV-Sprecher Christopher Schneider sagt. Der weitere Vorteil: Patienten können sich an einer festen Anlaufstelle orientieren. Die Räume und die Einrichtung stellt die KV, die in Bonn auch den Dienstplan mit den niedergelassenen Ärzten erarbeitet.
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Nach dem Bonner Modell ging am 1. Juni in Aachen die zweite augenärztliche Notdienstpraxis an den Start. Zum 1. September will die KV die dritte Praxis dieser Art in Mülheim eröffnen. Sie sieht sich bei ihrem Sicherstellungsauftrag so gefordert, dass nach Praxisschluss nicht nur ein Allgemeinmediziner erreichbar sein muss, sondern auch ein Facharzt, wie sie betont.