Archivierter Artikel vom 06.06.2016, 16:01 Uhr
Mendig

Verbandsgemeinde Mendig nimmt Stellung: Lieberberg weigerte sich, Rock am Ring abzusagen

Jetzt ist es amtlich: Festival-Veranstalter Marek Lieberberg wollte Rock am Ring trotz Unwetterwarnung auch am Sonntag stattfinden lassen. Wie aus einer Pressemitteilung der Verbandsgemeinde am Montag deutlich wird, soll sich Marek Lieberberg geweigert haben, einer Absage zuzustimmen, woraufhin die VG verfügt hat, dass das Festival noch Samstagnacht beendet wird.

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Nach einigen Diskussionen und Abwägungen über die aktuelle Wetterlage konnten am Samstagabend doch noch Konzerte stattfinden. Danach war Rock am Ring aber definitiv zu Ende.
Nach einigen Diskussionen und Abwägungen über die aktuelle Wetterlage konnten am Samstagabend doch noch Konzerte stattfinden. Danach war Rock am Ring aber definitiv zu Ende.
Foto: Hilko Röttgers

Rückblick: Nach heftigen Unwettern am Freitagabend wurde das Festival am Samstagnachmittag unterbrochen, weil die Wetterprognose zwischen 15 und 18 Uhr weitere Gewitter angekündigt hat. In der Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Mendig heißt es: „Es wurde festgelegt, dass aufgrund der Wetterwarnungen das Festivalgelände (d.h. der Konzertbereich) vorerst nicht freigegeben wird.“ Die Besucher wurden daraufhin aufgefordert in ihren Autos oder Zelten zu bleiben. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Ebenfalls wurde dem Veranstalter schon angekündigt, dass bei weiterer anhaltenden schlechten Wetterprognosen keine Genehmigung für den Sonntag ausgepsrochen werden kann.“

Erst als gesicherte Wetterdaten vorlagen, die eine „gefahrenfreie Durchführung“ garantieren, wurde der Spielbetrieb für den Samstagabend wieder freigegeben. „An der Festlegung, dass für Sonntag keine Genehmigung ausgepsorchen werden kann, änderte sich damit nichts, vorbehaltlich einer Prüfung und Bewertung der neusten Wetterdaten, die für 23.30 Uhr angekündigt waren“, heißt es seitens Verbandsgemeinde.

Die vorgelegten Wetterprognosen um 23.45 Uhr am Samstagabend, die für Sonntagnachmittag eine Unwetterlage mit Gewitter, Sturmböen, Hagel und Starkregen vorher gesagt haben, waren Anlass „den Veranstalter/ die Festivalleitung unmittelbar nach Kenntnis dieser Fakten aufzufordern, die Veranstaltung nach dem Spielbetrieb um 4.30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu beenden und das Festivalgelände einschließlich der Campingplätze bis Sonntag 12 Uhr zu räumen“, heißt es in der Mitteilung.

Damit war Marek Lieberberg aber nicht einverstanden, wie dem Schreiben weiter zu entnehmen ist. „Aufgrund seiner Weigerung und unter gewissenhafter Abwägung der witterungsbedingten Risiken für die Festivalbesucher [...] hat die Verbandsgemeinde als örtliche Ordnungsbehörde verfügt, dass die Veranstaltung ab 4.30 Uhr beendet und das Gelände ordnungsgemäß durch den Veranstalter bis Sonntag, 12 Uhr, vor Eintreffen der Unwetterfront zu leeren ist.“

Die Mendiger Verwaltung hat diese Entscheidung Veranstalter Lieberberg schriftlich vorgelegt und der hat akzeptiert. Noch in der Nacht auf Samstag wurde das vorzeitige Ende von Rock am Ring den Besuchern mitgeteilt.

nbo

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