Archivierter Artikel vom 16.09.2012, 23:27 Uhr

Ufo-Meldestelle hat Spaß an „Riesen-Objekt“ über Rhein-Main-Gebiet

Frankfurt/Mannheim – Ein riesiges Flugobjekt über Frankfurt. Was da auf Twitter von einem Nutzer – sehr ernsthaft – geschildert wurde, löste nicht nur dort Erheiterung aus. Auch bei der Ufo-Meldestelle in Mannheim hat Werner Walter Spaß daran – und zugleich eine mögliche Erklärung.

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Es konnte kein Ufo sein am Samstag um Mitternacht rum – „in Frankfurt herrscht ja Nachtflugverbot“. Und trotzdem konnte es ja nicht schaden, „zur Begrüßung den guten Schlafanzug anzuziehen“: So und so ähnlich waren auf Twitter die Reaktionen, als dort ein Nutzer aus Mörfelden ein großes UFO meldete und über längere Zeit beschrieb, was er angeblich gerade sah. Nachzulesen unten. Ihm selbst war es auch nicht ganz geheuer – und der Spott nicht angenehm.

Der Ufo-Meldestelle CENAP in Mannheim hat er aber eine Freude gemacht. „Endlich mal nicht die ewigen UFO-Himmelslaternen, die uns eh auf den Nerv gehen“, sagt Werner Walter. Man muss wissen: Der Mann geht seit 36 Jahren Sichtungen nach, da hört sich ein Ufo, das ein bis zwei Quadratkilometer groß ist, nach willkommener Abwechslung an.

Und der Ufologe hat am Samstag nicht in Ruhe Fernsehen schauen können, weil ihm aus Bad Dürkheim zwei Ufos gemeldet wurden und das Wetter „zu ufo-mäßig war“. Er hörte sich die Beschreibung an, wusste, dass dort das Volksfest Wurstmarkt gefeiert wurde – und konnte abwinken. Himmelslaternen.

Weil er dann aber das Telefon aushängte – „das Wetter war zu ufo-mäßig“, haben ihn vielleicht verzweifelte und verunsicherte Zeugen des Frankfurter Ufos nicht anrufen können, wie er in seinem Blog einräumt. Eine „spannende Sache“ – und er hat mögliche Zeugen abgeblockt ...

Auch wenn es nun nur die Schilderungen eines einzigen Twitterers gibt, hält er diese nicht unbedingt für frei ausgedacht. Vielleicht haben auch andere etwas gesehen, sind aber schon so abgestumpft. Denn Mörfelden-Walldorf, von wo der Twitterer berichtete, sei ein „UFO-Hotspot“, immer wieder auch im September.

Der dort angesiedelte Softwarekonzern SAP habe in der Vergangenheit bei Feiern Himmelslaternen steigen lassen. Doch die – inzwischen verboten – können es nicht gewesen sein. „Sollte man dort innovativ die Londoner Olympiade-Eröffnungsfeier-UFO-Idee abgeguckt haben?“ Dort hatte während des Feuerwerks ein Objekt für Aufsehen gesorgt, das sich später als von innen beleuchtetes Blimp, ein Luftschiff, herausstellte. „Die Kohle für so was hätte SAP ja.“ UNd Größen am Himmel sind schwer zu schätzen. Lars Wienand