Archivierter Artikel vom 30.06.2010, 20:42 Uhr
London

Gefängnisreform geplant: „Haft ist teurer als Schulbesuch in Eton“

Wenigstens war er ein guter Schauspieler. „Ich werbe mit Fallschirmsprüngen für eine Obdachlosenorganisation, möchten Sie dafür etwas spenden?“: Mit diesem Spruch leierte ein 26-jähriger Brite gutherzigen Pensionären aus Stockport Tausende Pfund aus der Tasche, um seine Heroinsucht zu finanzieren. Seit 2006 musste Mark Maskell dafür vier jeweils viermonatige Haftstrafen verbüßen. Als der junge Betrüger im Mai erneut von der Polizei erwischt wurde, platzte dem zuständigen Richter der Kragen: Statt Maskell einmal wieder ins Gefängnis zu stecken, schickte er ihn in eine Drogenklinik und anschließend in ein College mit der Anweisung, einen anständigen Beruf zu erlernen. Dieses Beispiel soll in England bald Schule machen.

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