Boppard
99-Jähriger aus Boppard erzählt vom Zweiten Weltkrieg: „Das Menschliche geht verloren“
Werner Kaiser (rechts) war gerade einmal 21 Jahre alt, als er gezwungen wurde, einen fahnenflüchtigen Kameraden zu erschießen. Das quält ihn bis heute.
privat

Boppard. Für sein Buch „Die verdammte Generation“ hat der Historiker Christian Hardinghaus mit 13 Wehrmachtssoldaten gesprochen. Darunter war auch Werner Kaiser aus Boppard. Auf dieser Seite veröffentlichen wir Teile der Geschichte „Werner und der Todeswald vor Leningrad“. Hardinghaus nennt alle Zeitzeugen nur mit Vornamen. Deshalb fehlt der Nachname.

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Werner (1920 geboren) sitzt in kurzer Stoffhose auf dem Balkon seines Hauses, das eines der am höchsten gelegenen am steilen Ufer des Rheins inmitten der ehemaligen Reichsstadt Boppard ist. Oft sitzt Werner bei Sonne hier draußen und schaut hinunter auf den Fluss, sieht den vorbeiziehenden Schiffen und den Wellen zu.

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