Corona, das Leben steht still – und auch der Amateurfußball ist zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg monatelang auf Eis gelegt. Die Sportplätze sind leer und warten sehnsüchtig darauf, wieder mit Leben gefüllt zu werden.
Viele Sportplätze im Verbreitungsgebiet haben allerdings schon vor Corona ihre Bestimmung verloren. Was ist mit den Spielstätten passiert? Was war früher auf den Plätzen los? Und wer kann ganz besondere Geschichten zu den Sportplätzen erzählen? Mitten im Lockdown beginnt eine Reise durch den Hunsrück, an den Rhein, an die Mosel und in die Eifel – und danach in alle Teile unseres Verbreitungsgebiets. Die Serie „Längst vergessene Sportplätze in der Region“ ist aus der Taufe gehoben worden.

Es wird zu einer Reise, die einem Abenteuer gleicht, mit teils unglaublichen Geschichten aus der Vergangenheit. Mit Menschen, die von „ihren“ alten Sportplätzen erzählen, die mittlerweile ihre Bestimmung verloren haben, die zu Wohnmobilplätzen, Zeltlagern, Photovoltaikanlagen, Bauhöfen oder Paintballplätzen umfunktioniert worden sind – oder einfach nur noch vor sich „hinvegetieren“, über die im wahrsten Sinne des Wortes längst Gras gewachsen ist. Jeder Sportplatz hat seine eigene Geschichte erzählt – und vor allem waren es die Personen, die die Geschichten erzählt haben, die tief beeindruckt haben.
In unserer Serie "Längst vergessene Sportplätze der Region" schauen wir uns an, wo zu früheren Zeiten überall Fußball gespielt wurde - und was heute davon übrig geblieben ist. Die bisher gesammelten Orte und die dazugehörigen Artikel sind hier zu finden:
„Längst vergessene Sportplätze der Region“: Hier sind sie zu finden
Vor allem die älteren Semester haben einen in die Vergangenheit zurückgeführt, als der Fußball in den Jahren und Jahrzehnten nach dem Krieg wieder laufen lernte. Ohne Duschen und Umkleiden, auf Sportplätzen, die ordentlich Gefälle hatten, zu klein gewesen sind, einfach nicht der Norm entsprachen – aber es wurde darauf gespielt. „Früher hatten wir nur den Fußball“, war einer der meistgesagten Sätze der „Sportplatz-Serie“. Mittlerweile haben sich „Rhein-Zeitungs-weit“ fast 100 „längst vergessene“ Sportplätze angesammelt, voll von Nostalgie, eben der guten alten Zeit, die man sich auch im Amateurfußball manchmal zurückwünscht.
Der Autor
Michael Bongard, Jahrgang 1981, hat Germanistik und Sportwissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz studiert. Er ist ein Kind der Rhein-Zeitung. Als 16-Jähriger machte er in den Herbstferien 1997 ein Praktikum im Lokalsport in Simmern und war seitdem als freier Mitarbeiter bei der Rhein-Hunsrück-Zeitung tätig. Von 2009 bis 2010 absolvierte er sein Volontariat bei der Rhein-Zeitung. Seit 2011 ist er Redakteur und für den Sport im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Cochem-Zell zuständig. Darum ist er Journalist geworden: „Seit Kindesbeinen ist der Lokalsport, insbesondere im Hunsrück, meine Leidenschaft. Ich hatte nie einen anderen Berufswunsch. Ich will immer alles wissen, was in unserer Region passiert. Und dieses Wissen versuche ich, tagtäglich an unsere Leser weiterzugeben.“


