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Linz

Journalistenbesuch am Martinus-Gymnasium: Schüler diskutieren über Zensur und Fake News

Der Kölner Journalist Tim Farin stellt sich als Teil einer bundesweiten Aktion zum Tag der Pressefreiheit den Fragen der Jugendlichen – und wirbt für kritischen Medienkonsum.

Foto: Martinus-Gymnasium Linz

Sind Journalisten bei ihrer Arbeit in Deutschland frei von Zensur? Wie lassen sich Fake News von echten Nachrichten unterscheiden? Wie arbeiten freie Journalisten? Und woran erkennt ein Leser, ob ein Reporter sauber gearbeitet hat?

Foto: Martinus-Gymnasium Linz

Fragen wie diese stellten am Donnerstag, 3. Mai, in einer Doppelstunde am Staatlichen Martinus-Gymnasium in Linz Schüler der Jahrgangsstufe 11. Der freie Journalist Tim Farin, 42, selbst ehemaliger Abiturient an der Linzer Schule, stellte sich den Fragen und diskutierte mit den Teilnehmern aus Deutsch-Grund- und Leistungskurs über Grundlagen journalistischer Arbeit, die Unterscheidung von Fakten und Behauptungen – und die Frage, wieso Nachrichten es eigentlich in die Medien schaffen.

Farins Besuch war Teil einer bundesweiten Aktion zum internationalen Tag der Pressefreiheit, an dem Abgänger der renommierten Deutschen Journalistenschule in München (DJS) an ihrer ehemaligen weiterführenden Schulen gastierten, um Vertrauen in die seriöse Arbeit professioneller Journalisten zu bilden – aber auch zum kritischen Blick auf mediale Inhalte zu ermutigen.

Tim Farin, 1995 Abiturient in Linz, Diplom-Politikwissenschaftler und 2004 Absolvent der Deutschen Journalistenschule, war sich nach der Doppelstunde mit den beiden Lehrerinnen Annette Schütte und Hendrikje Beyen-Unte einig, dass der rege Austausch für die Schüler spannende Einblicke in die Praxis, aber auch Impulse zum bewussten Umgang mit Medien gebracht habe. „Auch für mich war das lehrreich, denn die Fragen der Oberstufenschüler und ihre Einstellungen zum Journalismus bekomme ich in dieser Form selten vor Augen geführt", sagte Tim Farin.

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