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    Zweimal den Sieg weggeworfen

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    Kann man pfeifen: TVS-Star Ricky Easterling stoppt ASC-Spielmacher Tim Brauner.
    Kann man pfeifen: TVS-Star Ricky Easterling stoppt ASC-Spielmacher Tim Brauner.
    Foto: Bernd Eßling

    Und also beendeten der ASC Mainz und der TV Saarlouis ihr gestriges Regionalligaspiel nicht nach 40 Minuten, sondern gönnten sich und den Zuschauern eine fünfminütige Verlängerung. Als die vorüber war, hatten die Gastgeber mit 103:104 (90:90, 66:65, 46:43, 26:20) verloren.

    Stand fast 44 Minuten auf dem Feld: Kevin Luyeye-Kuelusukina (r.) erzielte 29 Punkte. 
Foto: Fotos: Eßling
    Stand fast 44 Minuten auf dem Feld: Kevin Luyeye-Kuelusukina (r.) erzielte 29 Punkte.
    Foto: Fotos: Eßling - Bernd Eßling

    Zu viele einfache Fehler

    Ein Ausgang, der das Mainzer Trainerduo verärgerte. "Wir hatten genügend Chancen, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Wolfgang Ortmann ruhig und sachlich. "Zum Beispiel, indem wir mehr Freiwürfe treffen oder in den entscheidenden Phasen weniger einfache Fehler machen." Alexander Heidbrink war deutlich aufgewühlter, der noch immer stark gerötete Kopf ließ darauf schließen, wie sehr den Coach diese Niederlage fuchste. "Wenn man in den entscheidenden Phasen den Ball einfach wegwirft und keinen Freiwurf trifft, muss man sich nicht wundern", polterte Heidbrink. "Punkt." Die Intonation war eine andere als bei Ortmann, die Botschaft dieselbe.

    Sowohl in der regulären Spielzeit als auch gegen Ende der Verlängerung hatten die Mainzer den Sieg fast schon sicher. Beim ersten Mal verspielten sie innerhalb der letzten 57 Sekunden einen 6-Punkte-Vorsprung. Unter anderem, weil Chris Zander (neben Kevin Luyeye-Kuelusukina erfolgreichster Schütze) beim Stand von 90:86 ein Fehlpass unterlief, den TV-Topscorer Ricky Easterling ausnutzte, und weil Philipp Schön wenig später einen Seiteneinwurf zum Gegner beförderte, was Jimmy Lauter in der vorletzten Sekunde den Ausgleich ermöglichte.

    Wieder eine Sekunde vor Schluss

    In der Nachspielzeit setzte der ASC sich auf 100:94 ab, doch auch dieser Vorsprung sollte keinen Bestand haben. Dass ausgerechnet Schön beim Stand von 103:102 zwei Freiwürfe vergab, hatte etwas Tragisches. Zum einen, weil der Kapitän von der Linie aus für gewöhnlich zu den sichersten Mainzer Schützen gehört, zum anderen, weil Schön nicht nur mit seinen vier Dreiern, elf Rebounds und neun Assists maßgeblichen Anteil daran hatte, dass sein Team überhaupt bis in die Verlängerung gekommen war - in der die Entscheidung durch Muharem Mujkanovic wieder eine Sekunde vor der Schlusssirene fiel.

    Natürlich war es ein gravierender Nachteil, dass die Gastgeber auf ihren verletzten Center Willie Whitfield verzichten mussten. "Ohne Willie ist es ein ganz anderes Spiel", bestätigte Luyeye-Kuelusukina. "Da müssen wir in der Verteidigung mehr ausboxen, uns gegenseitig mehr helfen, und beim Rebound ist die ganze Mannschaft viel stärker gefordert."

    Die Defensivrebounds waren allerdings ein Aspekt, der dem Trainer nicht gefallen hatte. "Wir haben außen wirklich hart gearbeitet, um Easterling die Schüsse so schwer wie möglich zu machen", sagte Wolfgang Ortmann. "Umso ärgerlicher ist es, wenn wir dem Gegner dann am Brett eine zweite Chance ermöglichen und doch noch den Korb kassieren."

    Dass der ASC an diesem Nachmittag aus der Distanz stark war und beispielsweise 12 von 25 Dreiern getroffen hatte, interessierte niemanden mehr. Das wäre allenfalls ein Thema gewesen, wenn mehr als 17 von 32 Freiwürfen das Ziel gefunden hätten.

    Peter H. Eisenhuth

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