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    Mainz

    Zitadelle: Breite Asphaltwege leiten zum historischen Portal

    Ein freier Blick auf die alten Mauern, zwei Wege und eine Brücke über einen Graben nach historischem Vorbild und ein neuer Aussichtspunkt auf die Stadt: Nach neun Jahren ist die Sanierungsmaßnahme Östliches Zitadellenvorfeld beendet.

    Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes und der ausführenden Firmen schauen sich das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme "Ausbau Östliches Zitadellenvorfeld" an.
Foto: Harry Braun
    Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes und der ausführenden Firmen schauen sich das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme "Ausbau Östliches Zitadellenvorfeld" an.
    Foto: Harry Braun

    Mainz – Als "Riesenaufwertung" für die Zitadelle sieht Baudezernentin Marianne Grosse das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme vor ihren östlichen Mauern.

    In vier Bauabschnitten wurden Büsche und Bäume entfernt, Wege übersichtlicher so angelegt, dass sie symmetrisch zur Brücke vor dem Hauptportal führen, teilweise das Gelände modelliert und neu mit niedrig wachsenden Büschen bepflanzt – alles im Spannungsfeld zwischen Stadtgestaltung, Denkmalschutz und Naturschutz. Planung und Bauleitung der gesamten Maßnahme, die insgesamt rund 2,1 Millionen Euro gekostet hat (aber zu 80 Prozent durch den Bund gefördert wird), lag beim Landschaftsbüro Bierbaum-Aichele aus Mainz.

    Zu den Arbeiten gehörte auch die Rodung der Böschung oberhalb des Bahngeländes, die Gestaltung des Kasemattenvorfeldes und der Wegeverbindung zur Salvatorstraße. Als nächster Schritt soll das restliche Gelände bis zum Parkhaus gestaltet werden, aber nur als einfache Rasenfläche, denn dieses Areal ist Rettungsfläche für die Bahn bei einem Unfall im Tunnel.

    Mit dem Ergebnis der bisherigen Arbeiten sind die Verantwortlichen jedenfalls zufrieden. "Sehr, sehr gut" und "sehr harmonisch" lauteten gestern, beim offiziellen Abschluss der Arbeiten, die Kommentare. "Es ist wirklich schön geworden – aber es war wirklich eine Herausforderung", sagt Alexandra Romas-Wein, die als Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes die Maßnahme seit 2009 zwei Jahre lang begleitete. Gestern schaute sich die Architektin, die zurzeit in Mutterschutz ist, gemeinsam mit ihrem Sohn das Ergebnis an. "Ich kenne das Zitadellenvorfeld ja noch von früher. Dass ich dann selber an der Gestaltung dieses historischen Orts mitarbeiten konnte, war etwas ganz Besonderes."

    Neben neuen Lampen (mit historischem Design), neuem Geländer und neuen Mauern gibt es auch alte Elemente: Beim Wiederaufbau der sogenannten Contrescarpemauer (also die Mauer, die den Graben um eine Festung begrenzt) wurden historische Festungssteine aus der ehemaligen Nikolausschanze verwendet. Die Mauer war zufällig entdeckt worden und führt zu einer Planänderung – und so führt heute nach historischem Vorbild eine Brücke über ein Stück Zitadellengraben.  Irmela Heß

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