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Wie schmecken Phil und Carl? Kirner Bruderkampf bringt exotischen Biergenuss

Von Marian Ristow
Das Herzstück der Kirner Brauerei: die neue Abfüllanlage.
Das Herzstück der Kirner Brauerei: die neue Abfüllanlage. Foto: Marian Ristow

Phil und Carl heißen sie. Die allerersten Craft-Beer-Kreationen aus dem Hause Kirner. Handgebraut, etwas exotisch daherkommend, nicht für den gedankenlosen Biergenuss geeignet, viel mehr etwas für Feinschmecker und Bierprofis, wird das dynamische Duo im schmucken Doppelpack verkauft. Gebraut, um genussvoll aus dem Glas getrunken zu werden, direkt von der Flasche in den Hals – das wäre Verschwendung.

Lesezeit: 2 Minuten
Seit rund drei Wochen sind die neuen Sorten auf dem Markt – und erfreuen sich großer Beliebtheit. Dafür hat man sich im Hause Kirner etwas einfallen lassen. Die beiden Pale-Ale-Sorten (eine malzige, obergärige Form des Bieres, die aus England kommt) sind mit einer Story ausgestattet. Benannt nach den beiden Gründervätern ...
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Wie schmecken Carl und Phil?

Beide Biere, so der Tipp von Geschäftsführer Michael Peitz, sollten möglichst aus dem Glas getrunken werden, die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 8 und 10 Grad Celsius – wer sein Bier am liebsten eiskalt genießt, verpasst hier die geschmacklichen Details. Die Zeiten, in denen Bier als billiges Rauschmittel wahrgenommen wurde, sind vorbei. Bier ist Genussmittel, Handwerksprodukt und auch ein Stück weit Kunst. Verzehrempfehlung, Stammwürzeangaben, enthaltene Malz- und Hopfenarten sind inzwischen – genau wie beim Wein – gang und gäbe.

Phil ähnelt von der Farbe her einem hellen Pils. Den vergleichsweise höheren Alkoholgehalt (6,3 Prozent) schmeckt man sofort heraus, besonders bei den letzten Schlucken. Der Geschmack ist zitrisch-frisch. Die auf dem Gebinde angegeben Maracuja- und Bananennoten sind klar formuliert, das Bier schmeckt fruchtig und ist absolut gelungen.

Sein Bruder Carl ist deutlich dunkler, malziger und würziger. In ein Glas eingeschenkt, könnte man es mit Kaffee oder einem dunklen Kakao verwechseln. Auch geschmacklich kommt Kaffee der Chose nahe. Der von Röstaromen durchzogene Geschmackskörper ist nicht allzu weit von einem Bier wie Guiness, also einem Stout, entfernt. Beides spannende Biere, mein Favorit ist aber eindeutig Phil. Marian Ristow

Die Kirner Privatbrauerei Ph. und C. Andres

Der Kirner Gastwirt Jakob Andres begann 1798, mit seinen ursprünglich für den Eigenbedarf gebrauten Bieren auch andere Gaststätten zu beliefern. Dieses Datum gilt heute als das Gründungsdatum des Unternehmens. Philipp und Carl Andres, Nachfahren des Jakob Andres in dritter Generation, erwarben die ehemalige fürstliche Kellerei und gründeten 1862 die „Ph.

und C. Andres Bierbrauerei und Mälzerei“. Aktuell beschäftigt die Brauerei 36 Mitarbeiter und produziert einen Jahresausstoß von 65.000 Hektolitern. Zur Produktpalette, die bedächtig nach und nach erweitert wird, gehören: das bekannte Kirner Pils, in der beliebten Stubbi-Flasche, das Weizenbier, helles und dunkles Landbier, Colabier und Radler, diverse alkoholfreie Varianten (Weizen, Weizenradler und Pils) und eine alkohol- und kalorienreduzierte Variante (Kyr). Neu auf dem Markt sind das süffig-leichte Kirner Festbier, ein Märzen, das bereits in der Vergangenheit gebraut wurde, das würzige Nationalparkbier, ein ungefiltertes Kellerbier, und eben Phil und Carl, die erste Ausgabe der Gebrüder-Craft-Beer-Serie. ri