Archivierter Artikel vom 08.09.2010, 12:23 Uhr

Wein-Presse: Die Originale unserer Heimat

Alexander Kohnen über verschwundene, gebietsheimische Rebsorten In Europa hat das Kulturgut Wein eine lange Geschichte, die eine Vielzahl heimischer Rebsorten aufweist. Noch 1845 konnte man aus über 300 heimischen Sorten wählen. Heute sind in Deutschland vielleicht noch 30 der ursprünglich in unseren Regionen gewachsenen Sorten zu finden. Die einstige Vielfalt ist zum Großteil unwiederbringlich verloren. Alte Weinberge und Mischrebsätze wurden infolge der Reblaus-Invasion, die Ende des 19. Jahrhunderts zur Vernichtung ganzer Bestände geführt hat, zu Raritäten. Auch der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen war für die Dezimierung heimischer Rebsorten verantwortlich. Im Jahre 1787 verfügte er, dass nur noch Riesling zu kultivieren sei. Das hatte schließlich zur Folge, dass die Mosel und das Mittelrheintal seit jener Zeit das größte Rieslinganbaugebiet der Welt sind, aber andere Sorten verschwanden.

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