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    VC Eintracht Mendig gewinnt nach einem 0:2-Satzrückstand

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    Die Antwort fällt eindrucksvoll aus: Der VC wehrt im dritten Satz einen Matchball ab, im Tiebreak zwei weitere und nutzt seinen vierten schließlich zum 3:2 (23:25, 17:25, 27:25, 25:17, 20:18), dem ersten Auswärtssieg seit dem 3:0 Ende Januar in Rottenburg. Die Erlösung für rund 70 mitgereiste Fans, den VC-Vorsitzenden Kurt Müller ("Ich bin fix und fertig"), die Mannschaft und Bernd Werscheck. Für den Coach ist es "ein Sieg der Moral, der nur möglich war, weil wir das Ding unbedingt umbiegen wollten."

    Das Tor zur Meisterschaft ist offen

    Und es ist einer, der das Tor zur Meisterschaft ganz weit aufgestoßen hat: Der Vierte Grafing, am Samstag (19.30 Uhr) Gastgeber des VCM im 26. und letzten Saisonspiel, kann nicht mehr aufschließen, ein Podestplatz ist den Mendigern (38:12 Punkte, plus 37 Sätze) bereits sicher. Und die Verfolger L.E. Volleys (38:12, plus 32, zu Gast in Dachau) sowie GSVE Delitzsch (36:14, plus 32, in Rüsselsheim) haben zum Abschluss ebenfalls schwere Auswärtsspiele vor der Brust. "Aus eigener Kraft können nur wir den Titel holen, das ist eine Riesenchance und mit dieser jungen Mannschaft eine Wahnsinnsleistung", so Werscheck. Die in der Form beim Gastspiel in Rüsselsheim lange nicht absehbar war. Im ersten Satz war das Spiel laut VC-Coach zwar bis in die Schlussphase "ein offener Schlagabtausch", den aber fünf Annahmefehler in Folge beendeten - 23:25. Die Krise beim ersten Ballkontakt nach dem gegnerischen Service erreichte aber erst im zweiten Abschnitt einen dramatischen Höhepunkt. Libero Konstantin Skok war völlig neben der Spur, seine Erstliga-erfahrenen Nebenleute Sven Dick und Niklas Rademacher kaum besser. 17:25, der Tiefpunkt schien erreicht. Oder ging es noch schlechter? "Wir haben uns gegenseitig angemacht, das war nicht gut", sagte Rademacher, der dann aber von der Wende berichten konnte: In der technischen Auszeit bei 4:8 im dritten Satz habe er eine Ansage gemacht: "Jetzt ist es egal. Lasst uns nicht mehr dem letzten Punkt nachtrauern, sondern immer nur auf den nächsten gucken. Vielleicht geht ja noch was." Und es ging noch was, allen voran bei Skok. Der 18-Jährige trumpfte in Abwehr und Annahme fortan großartig auf. "Er hat seine Leistung um 180 Grad gedreht", so Rademacher. "Das war toll, mental eine Riesenleistung, davor habe ich größten Respekt."

    Ganz groß, was der mit 172 Zentimetern Kleinste im Team spielte, neben ihm fanden auch die beiden Stars Dick und Rademacher zu gewohnter Form. Eine stabile Annahme war nunmehr das Fundament, auf dem der im zweiten Abschnitt für Tomas Kocian eingewechselte Steller Tom-Julius Werscheck sein schnelles Angriffsspiel über die Mitte aufbaute. "Waghalsig, aber klasse", nannte Rademacher das "erste Tempo", mit dem der auch erst 18-jährige Passgeber die Mittelblocker Manuel Handels und Davic Meder einsetzte. "Manu ist dadurch richtig heiß gelaufen", lobte auch Bernd Werscheck seinen Sohn und den Mittelangreifer, der beim 23:24 den ersten Matchball humorlos abwehrte.

    Meder verwertet vierten Matchball

    Zwei weitere sollten erst im Tiebreak folgen, den vierten Satz hatte Mendig dominiert und sich so Schwung für den Entscheidungssatz geholt. 8:5 führte die Eintracht schon, aufgrund der Klasse der Rüsselsheimer wurde es ab 10:10 aber wieder eng. Die Stammformation der Rheinhessen, für Werscheck "eine der Top-Drei der Liga", sei auf Augenhöhe gewesen und habe "mit gesunder Rivalität und auf eine faire Weise aggressiv" dagegengehalten. Bei 13:14 und 14:15 musste Niklas Rademacher zwei weitere Matchbälle abwehren, danach nutzten die Mendiger ihrerseits drei Siegchancen nicht. Den vierten ließ sich jedoch Davic Meder nicht entgehen: Der 19-Jährige wehrte einen Angriff von Simon Forster per Einerblock ab, nach 116 Minuten brachen nur die VCM-Fans unter den 250 Besuchern in grenzenlosen Jubel aus.

    "Wir sind durch ein tiefes Tal gelaufen, dort aber mit purer Willenskraft rausgekommen", so Trainer Werscheck. "Ein 0:2 umzubiegen, ist genial. Erst recht auswärts in diesem wichtigen Spiel."

    VC Mendig: Kocian, Schwenk, Dick, Rademacher, Handels, Meder, Skok, T.J. Werscheck.

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