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"Super Bären, olé!" EHC Neuwied bejubelt den Aufstieg in die Oberliga

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Ausgelassen feierten die Spieler des EHC Neuwied am Sonntagabend mit ihrem Trainer Bernd Arnold den Aufstieg in die Eishockey-Oberliga. 
Foto: Jörg Niebergall
Ausgelassen feierten die Spieler des EHC Neuwied am Sonntagabend mit ihrem Trainer Bernd Arnold den Aufstieg in die Eishockey-Oberliga.
Foto: Jörg Niebergall

"Super Bären, olé, super Bären olé" skandierte die überwiegende Zahl der 862 Zuschauer im Neuwieder Ice House schon Minuten vor dem Abpfiff. Sie halfen damit entscheidend ihrer auf dem Eis aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft, die letzte Drangphase des haushohen Favoriten aus Essen zu überstehen. Und irgendwie feierten sie auch sich selbst für die furiose Unterstützung der Bären im gesamten Saisonverlauf.

Auf dem Spielfeld ließen sich die EHC-Spieler in keiner Phase der dynamisch geführten, schnellen und hochklassigen Begegnung Nervosität anmerken. Im Gegenteil: Das war schon ziemlich abgezockt, was die Mannen um Kapitän Stefan Petry und ihr – positiv verrückter – Coach an der Bande in die Waagschale warfen. Dabei schockten die Gäste Neuwied bereits nach 18 (!) Sekunden Spielzeit. Alexander Brinkmann traf zum 0:1. EHC-Pressesprecher Tom Neumann hatte im Vorfeld des Spiels sein ungutes Gefühl verraten: "Ich glaube, wir verlieren heute 2:6 oder 3:7."

Er hätte es besser wissen müssen. Denn so viel Engagement und Einsatzwillen, wie die Bären-Spieler zeigten, machten solch ein Ergebnis an diesem Abend einfach unmöglich. EHC-Trainer Arnold erklärte es nach dem Spiel so: "Wir haben uns selbst unter Druck gesetzt und wollten den Aufstieg unbedingt heute zu Hause schaffen."

Die Deichstädter fighteten und spielten richtig gut mit den spielerisch und technisch starken Essenern mit. Als ESC-Torwart Christian Lüttges einen Schuss von Andreas Czaika nicht festhalten konnte, staubte Alexander Bill zum 1:1 ab (4.). Auch ein irreguläres Tor zum 1:2, erneut durch Brinkmann (6.), steckte Neuwied weg. Die Schiedsrichter hatten ein "Iceing" (unerlaubter Befreiungsschlag) nicht geahndet. Stefan Kaltenborn schloss nach klasse Zusammenspiel mit Philipp Büermann postwendend zum 2:2 ab (7.). Und es kam noch besser: Denn Kapitän Petry (Nr. 13) traf in Minute 13 zur Bären-Führung. Jetzt bebte das Ice House.

Wer gedacht hatte, die Neuwieder könnten das hohe Tempo nicht mitgehen, sah sich getäuscht. Im zweiten Drittel hatten sie die besseren Chancen. Hinten stand zudem der überragende Goalie Tim Kühlem zwischen den Pfosten, der ein weiteres Essener Tor zunächst verhinderte. Bange Minuten gab es im Schlussabschnitt nur noch zwei Mal in Unterzahl. Derweil erhöhte Bill eiskalt nach wunderbarer Vorarbeit der beiden Kölner DNL-Spieler Florian Lüsch und Jörg Noack auf 4:2 (50.). Brinkmanns dritter Treffer zum 3:4 (58.) fiel, als die Gäste ihren Torwart vom Eis genommen hatten, um einen sechsten Feldspieler zu bringen. Doch es reichte nicht mehr. ESC-Trainer Jan Vondracek war ein fairer Verlierer: "Glückwunsch Neuwied, feiert schön."

Von unserem Redakteur

Christoph Hansen

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