Archivierter Artikel vom 03.08.2011, 17:38 Uhr
Mainz

Staatsanwaltschaft: Uniklinik unschuldig an Babytod

Im Fall der drei gestorbenen Babys an der Mainzer Uniklinik im August 2010 sieht die Staatsanwaltschaft auch nach dem Abschluss ihrer Ermittlungen keine Schuld beim Krankenhaus.

Foto: DPA (Archiv)

Mainz – Im Fall der drei gestorbenen Babys an der Mainzer Uniklinik im August 2010 sieht die Staatsanwaltschaft auch nach dem Abschluss ihrer Ermittlungen keine Schuld beim Krankenhaus.

Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt von Mainz, Klaus-Peter Mieth, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Für diesen Donnerstag (4. August) kündigte er eine Pressekonferenz zum Abschluss des Todesermittlungsverfahrens an. Details nannte er vorher nicht.

Der Tod der Säuglinge hatte im vergangenen Sommer bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Sie hatten verseuchte Nährlösung erhalten. Zu deren Verkeimung war es nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft durch eine defekt angelieferte Infusionsflasche gekommen. Auf der Intensivstation der Mainzer Uniklinik erhielten elf Kinder die mit Darmbakterien verunreinigte Nährlösung. Drei Babys – Frühchen oder durch Herzfehler ohnehin sehr geschwächt – starben. dpa