Mainz

Sensationsfund: Fragment aus dem 9. Jahrhundert entdeckt

Das Fragment zeigt das Kommen Christi auf den Wolken und Johannes auf Patmos.
Das Fragment zeigt das Kommen Christi auf den Wolken und Johannes auf Patmos. Foto: Stadtbibliothek Mainz

Die Stadtbibliothek hat eine illustrierte Apokalypsenhandschrift aus dem Mittelalter gefunden. Es ist damit das früheste Zeugnis eines Kommentars zum letzten Buch der Bibel außerhalb der spanischen Überlieferung.

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Mainz – Die wissenschaftlichen Stadtbibliothek in Mainz hat ein illuminiertes Apokalypsenfragment aus der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert entdeckt. Frühmittelalterliche illuminierte Apokalypsenhandschriften sind äußerst selten.

Das Fragment ist vermutlich nach der Vorlage der Trierer Handschrift um 900 im nördlichen Frankreich entstanden. Auf der Innenseite zeigt das 27 mal 19 cm große, von einer Bordüre gerahmte Fragment die Vision auf Patmos nach Apc. I, 7-10.

Bei der Textseite handelt es sich um das Fragment des Apokalypsenkommentars von Beda Venerabilis. Das Mainzer Fragment ist damit das früheste Zeugnis eines illuminierten Kommentars zum letzten Buch der Bibel außerhalb der spanischen Überlieferung.