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    Mechtersheim

    Schlusslicht knackt den Spitzenreiter mit Zweikampfstärke

    Der SV Gonsenheim verliert beim Tabellenvorletzten TuS Mechtersheim, bleibt aber Tabellenführer.

    In der Startelf des Oberliga-Spitzenreiters SV Gonsenheim: der erst 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Damir Bektasevic (Mitte). 
Foto: Bernd Eßling/Archiv
    In der Startelf des Oberliga-Spitzenreiters SV Gonsenheim: der erst 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Damir Bektasevic (Mitte).
    Foto: Bernd Eßling/Archiv

    Mechtersheim - Der SV Gonsenheim hat die Prüfung beim TuS Mechtersheim nicht bestanden. Der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Südwest unterlag beim Tabellenletzten mit 0:3 (0:1).

    "Wir haben eine extrem junge Truppe", so Trainer Aydin Ay. "Da gehört ein solches Erlebnis zur Entwicklung. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen."

    Wenn sich ein positiver Aspekt nennen lässt von diesem Wochenende, dann erschließt sich dieser "nur" aus dem Blick auf die Tabelle: Die Verfolger spielten lediglich Remis (Röchling Völklingen 0:0 gegen den FK Pirmasens, FC Homburg 2:2 gegen den FSV Salmrohr), wodurch der SV Gonsenheim die Tabelle noch immer anführt - und das mit zwei Punkten Vorsprung. "Für unsere Ziele ist das uninteressant", erklärt Ay. "Für das Selbstvertrauen meiner Spieler ist das nicht schlecht. Psychologie spielt ja nun mal auch eine Rolle."

    Einen Teil der Niederlage beim Schlusslicht nahm Ay auf seine Kappe. "Ich habe die Mannschaft nicht gut genug vorbereitet. Ich habe auf unsere spielerischen Vorteile gesetzt. Ich hätte die Mannschaft mehr auf Kampf einstellen sollen." Denn das sei der Schlüssel gewesen. "Wir hatten eine gute Startviertelstunde mit viel Ballbesitz und guten Spielverlagerungen, aber ohne Torchancen", analysierte der SVG-Coach. "Danach hat uns der Gegner in die Zweikämpfe gezwungen, und damit hat er uns den Schneid abgekauft. Wir haben das Kämpferische nicht so angenommen."

    0:1 vielleicht aus Abseitsposition

    Folgerichtig ging der über Aggressivität Druck erzeugende TuS Mechtersheim mit 1:0 (33.) in Führung. Rechtsverteidiger Kevin Gsimbsl schlug einen Ball von hinten weit ins Mittelfeld, die Abwehr rückte raus, ein langer Ball kam zurück, der Mechtersheimer Nico Pavic setzte sich im Laufduell mit Innenverteidiger Jan Itjeshorst durch, der 16-Meter-Schuss landete unhaltbar für SVG-Keeper Axel Braun im Netz. "Vielleicht knapp aus Abseitsposition", so Ay.

    Danach bestand für die Gäste die Doppelchance, die Dinge auf bessere Gleise zu stellen. Sascha Haack lief in der 40. Minute aus der eigenen Hälfte alleine aufs gegnerische Tor zu. "Da sind ihm unterwegs zu viele Gedanken gekommen", erzählte Ay. "Sascha hat das Tempo rausgenommen und sich noch einholen lassen."

    Drei Minuten später sprintete Babak Keyhanfar von links Richtung TuS-Torhüter, doch der Gonsenheimer Mittelstürmer ließ sich leicht abdrängen und beim Abschluss blocken. "Da hat ihm die hundertprozentige Überzeugung gefehlt", so der Trainer.

    0:2 nach einem langen Ball

    Nach der Pause gestaltete der Tabellenführer die Partie offen. In der 55. Minute schnappte sich der nach vorn geeilte TuS-Torhüter einen Pass von Keyhanfar auf Itjeshorst, der frei hätte einschießen können. Im Gegenzug markierten die Gastgeber das 2:0 (53.): Nach einem langen Ball auf den Flügel nahm Miloc Berisha an, zog kurz nach innen und traf ins lange Eck. Danach wechselte sich Trainer Aydin Ay selbst ein. Nach gut einer Stunde passte Ay zu Stefano Penella, dessen Klasseflanke erwischte Keyhanfar frei vor dem Kasten nur noch mit der Sohle. Am Pfosten vorbei gegrätscht.

    TuS Mechtersheim konterte zum 3:0 (79.): Berisha traf nach einem schnell ausgeführten Freistoß erneut unhaltbar ins lange Eck. "Keine Frage, der Gegner hat verdient gewonnen", resümierte Ay. "Das soll kein Alibi sein, aber uns haben auch vier Stammspieler gefehlt." Der offensivstarke Manuel Helmlinger (Knieprobleme) kam erst eine Viertelstunde vor Schluss.

    Reinhard Rehberg

    SVG: Braun - Gsimbsl, Rudolf, Itjeshorst, Frey - Kimnach (75. Helmlinger) - Haack (60. Ay), Bektasevic, Kirn, Penella - Keyhanfar.

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