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    Bad Kreuznach

    Salinental soll die Bäder-Brücke sein

    Stimmen zur Fusionsentscheidung des Landes – Gesundheitspark gewinnt an Bedeutung – Für Landesgartenschau bewerben?

    Die Zukunft von Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach liegt im Salinental. Der geplante Gesundheitspark soll die verbindende Brücke zwischen den beiden fusionierenden Kurstädten sein. Und vielleicht liegt das Salinental ja auch im Zentrum der Landesgartenschau 2018.

     

    Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein-Ebernburg. Der geplante Gesundheitspark Salinental spielt eine zentrale Rolle bei einer Fusion der Kurstädte Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg. Durch die Entscheidung des Landes, nicht nur die Münsterer Schulden zu übernehmen, sondern auch bei zukunftsgerichteten kommunalen Infrastrukturmaßnahmen finanziell zu helfen, gewinnt das Salinental an Bedeutung. Das betont der Kreuznacher Tourismuschef Dr. Michael Vesper gegenüber dem „Oeffentlichen“. Denn das Land setzt auf die Bereiche Tourismus und Wellness, sieht darin die Vision für die Zukunft. Und hier schlummert großes Potenzial. Ein Beispiel: 400 000 Übernachtungen im Jahr hat Bad Kreuznach, Bad Münster-Ebernburg 350 000. Zusammen steht man auf einer Stufe mit den Großen im Land.

     

    Der Masterplan für einen Gesundheitspark Salinental liegt vor. Nach der Sommerpause sollen die städtischen Gremien entscheiden, in welcher Form er umgesetzt wird. Ein Vorschlag der Lenkungsgruppe ist auch, sich für die Landesgartenschau zu bewerben. Diese würde dann von Kurpark zu Kurpark reichen, mit dem Salinental im Zentrum. Laut Vesper ist das Jahr 2018 dafür im Gespräch. Vesper sieht das Salinental bei einer Fusion nicht nur als „gemeinsames Anschubprojekt“ an, sondern schätzt es auch als „identitätsbildend“ ein: „Es ist die Basis, bildet das Fundament für die Zusammenführung beider Heilbäder.“

     

    Für den Kreuznacher SPD-Stadtratsfraktionschef und Landtagsabgeordneten Carsten Pörksen ist die finanzielle Hilfe des Landes über 30 Millionen Euro bei einer freiwilligen Fusion ein „einmaliges Angebot“. Es sei „nicht einfach gewesen, dies auf den Weg zu bringen“, betonte er. „Das Land muss aufpassen, damit keinen Präzedenzfall zu schaffen“, auf den sich dann andere hoch verschuldete Kommunen berufen könnten.

    Nach Meinung von Pörksen waren die strukturellen Probleme von BME mit seiner touristischen Monokultur nicht anders zu lösen. Einfach die Schulden zu begleichen, hätte keinen Sinn gemacht. Dadurch wären die Probleme nicht beseitigt, ist er überzeugt. Die Kurstadt Bad Münster-Ebernburg sei allein nicht lebensfähig. Nur eine Fusion biete eine Zukunftsperspektive. Das müsse man den Bürgern klarmachen. Damit lasse sich auch das hohe finanzielle Engagement des Landes begründen. Pörksen bewertet dies als Chance für beide Kurstädte, denn eine nur teilweise Übernahme der BME-Schulden wäre der Stadt Kreuznach, die ebenfalls einen hohen Schuldenberg angehäuft hat, nicht zuzumuten gewesen. Andererseits dürfe man in BME nicht den Eindruck erwecken, von Kreuznach einverleibt zu werden.

     

    Der Vorsitzende der Kreuznacher Bürgerliste, Werner Klopfer, ist angenehm überrascht vom Geldregen aus Mainz und räumt ein, er hätte dies der Landesregierung nicht zugetraut. Bad Kreuznach und Bad Münster sieht er nun in Zugzwang. „Beide Städte haben ein strukturelles Haushaltsdefizit – trotz der Entschuldung von Bad Münster bleibt es die Aufgabe, die Haushalte auszugleichen, d. h. den Ergebnishaushalt zu sanieren.“ „Schmerzliche Einschnitte bei Personal- und Sachkosten, den Sozialausgaben und den freiwilligen Leistungen“ sind nach Auffassung der Bürgerliste „nicht zu umgehen“. Sie schlägt vor, eine Arbeitsgruppe zu gründen, auch mit externen Fachleuten, die Vorschläge erarbeiten soll. Harald Gebhardt

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