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    Rewe will in St. Katharinen wachsen: Kommt weiterer Einzelhandel?

    Im Gewerbegebiet Notscheid will die Gemeinde St. Katharinen weiteren Einzelhandel ansiedeln. Das förmliche Verfahren zur Ausweisung des Einzelhandelsstandorts im Gewerbegebiet „Notscheid“ soll in Gang gesetzt werden. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

    Der Rewe-Markt in St. Katharinen möchte seine Verkaufsfläche erweitern. Außerdem könnten – verläuft alles nach Wunsch der Gemeinde – auf dem Areal ein Aldi- und ein Drogeriemarkt gebaut werden. Foto: Sabine Nitsch
    Der Rewe-Markt in St. Katharinen möchte seine Verkaufsfläche erweitern. Außerdem könnten – verläuft alles nach Wunsch der Gemeinde – auf dem Areal ein Aldi- und ein Drogeriemarkt gebaut werden.
    Foto: Sabine Nitsch

    In der vorangegangenen Sitzung Anfang September hatte bereits ein Gutachter des Büros ISU die Ergebnisse der Untersuchung zur Entwicklung des Einzelhandelsstandorts im dem neuen Gewerbegebiet am Ortsrand von St. Katharinen vorgestellt. Die Gemeinde hatte das Gutachten beauftragt, weil neben dem Rewe-Markt, der seine Verkaufsfläche erweitern möchte, auch ein Aldi und ein Drogeriemarkt entstehen sollen. Der Gutachter beleuchtete die Möglichkeiten und Auswirkungen der Einzelhandelsstandortausweisung für die Region. Sein Fazit: Zumindest rein rechnerisch ist eine weitere Gewerbeansiedlung aus dem Nahversorgungsbereich wünschenswert.

    Das Problem: Die Neuansiedlung hätte Auswirkungen auf die Nachbarkommunen wie Linz oder Vettelschoß, weil Kaufkraft abgezogen werden könnte. Am härtesten würde das neue Angebot St. Katharinen und dort vor allen den Cap-Markt treffen. Die Nachbarn in Rottbitze in Nordrhein-Westfalen müssten ebenfalls mit Umsatzeinbußen rechnen.

    „Da von der Ausweisung des Einzelhandelsstandorts die Stadt Linz sowie die Ortsgemeinde Vettelschoß in erheblichem Maß betroffen wären, soll jetzt das Vorhaben in den beiden Kommunen vorgestellt werden, um deren Zustimmungen zu erhalten“, erläutert Ortsbürgermeister Willi Knopp die nächsten Schritte. Dann könnte der Antrag für ein Zielabweichungsverfahren eingeleitet werden, da die Ausweisung des Einzelhandelsstandorts gegen verschiedene, im Gutachten näher genannte Ziele des Landesentwicklungsprogramms (LEP IV) verstößt. Es könnte sein, dass auch ein Einzelhandelskonzept für die ganze VG gefordert werde.

    Grundsätzlich, so der Gutachter, seien weitere Ansiedlungen – zumindest aus Sicht von St. Katharinen – wünschenswert. Er belegte diese Annahme mit Zahlen. Die lokale Kaufkraft in der VG Linz liege bei 103,6 Prozent. Für Güter des täglichen Bedarfs geben die Menschen pro Jahr 54,66 Millionen Euro aus. Zusammen mit längerfristigen Gütern sind es rund 111 Millionen Euro pro Jahr. Die Menschen in St. Katharinen sind an der Summe mit circa 20 Millionen Euro beteiligt. Die Kaufkraftbindung betrage jedoch bei Nahrungs- und Genussmitteln in der Gemeinde lediglich 60 Prozent und bei der Produkten für Körperpflege nur 25 Prozent. „Drei Viertel, rund 18 Millionen, fließen aus St. Katharinen zu anderen Standorten“, rechnete der Gutachter vor. Folglich sollte vor Ort mehr Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Denn 9350 Quadratmeter sind zwar in der ganzen VG vorhanden. Auf St. Katharinen entfallen aber nur 1800 Quadratmeter. Damit liege eine deutliche Unterversorgung vor. 4000 Quadratmeter bei der Nahversorgung und 1300 Quadratmeter bei der Körperpflege sollten, rein rechnerisch, noch angesiedelt werden, um auf 100 Prozent zu kommen. Lege man zudem bei der Erreichbarkeit des neuen Nahversorgungszentrums einen Radius von zehn Minuten Fahrzeit zugrunde, würden 14.000 Einwohner erreicht. Bei 15 Minuten sogar 41.000. Alles Zahlen, die für die Ausweitung der Gewerbeflächen sprechen, hieß es.

    Jetzt soll die Meinung der Nachbargemeinden abgewartet werden. „Erst dann wird der Rat erneut über das Vorhaben beraten“, kündigt Knopp an. Sabine Nitsch

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