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    Regisseur Jones drehte als Kind Filme mit seinem Vater David Bowie

    Sein Vater ist David Bowie und ein weltberühmter Musiker. Duncan Jones aber hat einen anderen Weg eingeschlagen: Er macht Filme. Sein Erstlingswerk "Moon" kommt an diesem Donnerstag (15.7.) in die deutschen Kinos.

    Sein Vater ist David Bowie und ein weltberühmter Musiker. Duncan Jones aber hat einen anderen Weg eingeschlagen: Er macht Filme. Sein Erstlingswerk "Moon" kommt an diesem Donnerstag (15.7.) in die deutschen Kinos.

    Der Science-Fiction-Streifen mit Sam Rockwell hat bereits zahlreiche Preise gewonnen – darunter einen renommierten BAFTA-Award der "British Academy of Film and Television Arts" in Großbritannien. Inzwischen ist auch schon Jones' zweiter Film mit dem Titel "Source Code" und Hollywood-Star Jake Gyllenhaal in einer Hauptrolle abgedreht. Und auch ein dritter Film des in England geborenen Jones ist schon in Planung. Der Titel: "Mute", der Drehort: Berlin.

    Haben Sie jemals daran gedacht, ein Sänger zu werden wie Ihr Vater?

    Duncan Jones: "Niemals! Nicht ein einziges Mal. Ich habe mit dem Musikgeschäft sehr wenig zu tun – abgesehen davon, dass ich Musik für den Soundtrack meiner Filme benutze und sie höre, wenn ich schreibe."

    Wann haben Sie sich entschlossen, Regisseur zu werden?

    Duncan Jones: "Ich habe schon angefangen, Filme zu machen, als ich noch ein Kind war. Mein Vater und ich haben immer kleine Animationsfilme mit alten Acht-Millimeter-Kameras gedreht – es ging also früh los. Aber ich habe nie wirklich geglaubt, ich könnte damit Karriere machen – bis ich Ende 20 war. Ich habe dann mit Werbefilmen angefangen."

    Sie sind ein Neuling in Hollywood. Haben Sie sich inzwischen an diese Welt gewöhnt?

    Duncan Jones: "Ich versuche immer noch, hier Fuß zu fassen. Es ist zwar eigentlich so, wie man es erwartet. Wirklich darauf vorbereiten kann man sich aber nicht. Jeder hier scheint irgendwie im Filmgeschäft zu arbeiten und das hat negative und positive Seiten. Es gibt hier eine riesige Anzahl an Möglichkeiten aber auch viel heiße Luft. Viele Gespräche hier haben nicht wirklich viel Substanz. Man muss Geduld haben, Augen und Ohren offen halten und die richtigen Leute kennenlernen, die wissen, wer wer ist."

    Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Unterschiede zwischen der europäischen und der US-amerikanischen Filmindustrie?

    Duncan Jones: "Ich kann das nur über Großbritannien sagen, nicht über den Rest von Europa. In Großbritannien ist es im Low-Budget-Bereich sicher leichter. Es gibt dort die Erkenntnis, dass es talentierte, gute junge Leute gibt, die nicht viel Geld haben. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass professionelle Film-Firmen gerne versuchen, zu helfen, wenn man ihnen eine gute Idee mit Enthusiasmus vorträgt. Ich habe so etwas in Los Angeles noch nicht versucht. Aber ich denke, allein durch die Masse der Leute, die hier Filme machen wollen, ist es schwierig für die Firmen, allen zu helfen."

    Britta Schultejans

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