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    Mainz 88: Augenschmaus-Spektakel im Greco-Kampf

    Bundesliga - Die Ringer des ASV Mainz 88 haben ihre kurze Schwächeperiode mit zwei Niederlagen in der Bundesliga überwunden und zum Abschluss der Vorrunde den Heimkampf gegen den TuS Adelhausen deutlich mit 29:12 gewonnen.

    Der Adelhausener Viktor Reh (oben) machte zwar viel Wirbel, hatte gegen den 88er Kenan Gör in dessen erstem Heimkampf keine realistische Siegchance. 
Foto: Harry Braun
    Der Adelhausener Viktor Reh (oben) machte zwar viel Wirbel, hatte gegen den 88er Kenan Gör in dessen erstem Heimkampf keine realistische Siegchance.
    Foto: Harry Braun - mrz

    Gerade einmal zwei der zehn Kämpfe gaben die 88er ab. Xenofon Koutsioumpas unterlag im Schwergewicht Daniel Ligeti etwas unglücklich 2:3. In der zweiten Runde hatte der "Koloss von Rhodos" 2:0 geführt, sich aber fünf Sekunden vor Schluss noch eine Dreierwertung eingefangen. Das war die Schlüsselszene. Es ging zwar noch in die fünfte Runde, in der fehlten Koutsioumpas am Ende aber die Körner, um Ligeti in der Bodenlage noch einmal durchzudrehen.

    Domenique Engel kassierte im Mittelgewicht eine einkalkulierte Niederlage, nahm Manuel Fix aber immerhin eine Runde ab. Dem 2:3 und dem 1:3 standen allerdings fünf Kämpfe gegenüber, in denen die Mainzer keine Runde abgaben. Da war sie wieder, die Stärke, die den ASV in den ersten fünf Begegnungen ausgezeichnet hatten: Die Niederlagen in Grenzen halten und die Siege deutlich gestalten.

    Suhrab mit famoser Leistung

    Schon zum Auftakt hatte Atalay Suhrab eine famose Leistung gezeigt und in der 50-Kilo-Klasse Florin Matei ein Gewinde in den Körper gedreht. 33 Sekunden brauchte Suhrab in der ersten, 47 in der zweiten und 14 in der dritten Runde, um Matei am Bein zu packen und ihn sich maßgerecht hinzulegen. Mit Beinschrauben, die in der Summe in den zweistelligen Bereich gingen, drehte der Mainzer Fliegengewichtler den bedauernswerten Matei über die Matte. Alle drei Durchgänge endeten vor Ablauf der ersten Minute. "Das war ein guter Einstieg", sagte ASV-Cheftrainer Baris Baglan. "Ich habe den Eindruck, Atalay ist in Heimkämpfen noch einmal stärker als auswärts."

    Auch Jurij Kohl legte im Federgewicht einen souveränen Auftritt hin und wahrte seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit. Kenan Gör ließ bei seinem ersten Heimauftritt nichts anbrennen; Viktor Reh, sein Gegner im Halbschwergewicht, machte zwar viel Wirbel, hatte aber nie eine realistische Chance, eine Wertung zu erringen.

    Großen kämpferischen Einsatz zeigte George Bucur. In den ersten beiden Runden lag er jeweils mit einer Wertung zurück. Den ersten Durchgang gewann er noch 2:1, den zweiten aufgrund der letzten Wertung mit 1:1. In der dritten Runde ging Bucur selbst in Führung und gab sie nicht wieder ab. "Das sind Typen, die uns guttun", sagte Baglan. "Ein 0:1-Rückstand heißt noch lange nicht, dass die Runde vorbei ist. George ist ein Spitzenmann, weil er nie aufgibt."

    Die Mainzer gingen mit einer 15:3-Führung in die Pause. Nach Engels Niederlage machte Seyran Simonyan mit einem Schultersieg schon vorzeitig alles klar. Nach 28 Sekunden warf der Russe Florian Hassler mit einem Überkopfwurf auf die Matte und drückte ihn zu Boden. "Da hat er ein schönes Spektakel gemacht", freute sich Baglan. "Das sieht man in einem Greco-Kampf selten. Das war ein Augenschmaus." Die Mainzer führten 20:6, die Begegnung war entschieden.

    Keinen Kampf abgeschenkt

    Die drei restlichen ASV-Ringer hätten jetzt abschenken können. Doch keiner ließ sich hängen, und das, obwohl alle drei Kämpfe Spitz auf Knopf standen. Davyd Bichinashvili biss sich durch (siehe nebenstehenden Artikel), und Olegk Motsalin kam gegen seinen Angstgegner Krystian Brzozowski, den WM-Fünften, nach einem 0:2-Rundenrückstand wieder zurück. Mit dem Schlussgong der fünften Runde erzielte er die Wertung, die den Sieg brachte. "Ich hatte gehofft zu gewinnen", sagte Motsalin auf Englisch. "Aber ich war mir nicht sicher. Ich verliere oft ein, zwei Runden, weil ich manchmal etwas spät starte. Gegen Ende hatte ich die bessere Kondition." Auf Deutsch fügte er noch an: "Ende gut, alles gut."

    Baris Baglan ergänzte: "Das Glück muss man sich erkämpfen. Das hat uns so stark gemacht, dass wir bis zum Ende versuchen zu gewinnen." Zum Abschluss gewann auch Pascal Eisele noch 3:2.

    Gert Adolphi

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