40.000
Aus unserem Archiv
Neuwied

Live Escape Spiel: Makaberer Rätselspaß lässt keinen kalt

Düsterer, atmosphärischer, makaberer – das zweite "66-Minuten" Spiel des Neuwieder Theater- und Kulturvereins Chamäleon hat es in sich. Wir haben die neue Mission getestet.

Die zweite Mission des "66 Minuten"-Live-Escape-Spiels in Neuwied ist wesentlich düsterer als ihr Vorgänger. Bei "Leichenschauschmaus" sind die Spieler auf der Suche nach einer verschollenen Agentin und landen dabei direkt in einer Art Drogenlabor, in dem sie Rätsel lösen müssen.  Foto: C. Nover
Die zweite Mission des "66 Minuten"-Live-Escape-Spiels in Neuwied ist wesentlich düsterer als ihr Vorgänger. Bei "Leichenschauschmaus" sind die Spieler auf der Suche nach einer verschollenen Agentin und landen dabei direkt in einer Art Drogenlabor, in dem sie Rätsel lösen müssen.
Foto: C. Nover

Von unserer Redakteurin Christina Nover

Eigentlich wollte Jamila Boukhers nur schnell nachschauen, ob die Luft auch rein ist, jetzt ist sie plötzlich verschwunden. Damit ist das Team an frisch gebackenen Agenten auf sich allein gestellt. Unsicher betreten sie eine schummrig beleuchtete Küche und schauen sich um. Mit dem Überschreiten der weißen Linie auf dem Boden beginnt das neue Live Escape Spiel des Neuwieder Theater- und Kulturverein Chamäleon.

Wieder geht es um die fiesen Machenschaften von Schlachtermeister Schlabbeck, denen die Anti-Schlabbek-Force (ASF) schon seit einiger Zeit auf der Spur ist. Doch alle ASF-Agenten haben sich verkrümelt. Also musste Headhunterin Susanne Rosenberg-Wiesenknilch selbst ran. Sie ist in Schlabbecks Experimentierküche eingestiegen, doch leider nie wieder zurückgekehrt. Was treibt Schlabbeck in seinem Labor? Und ist Rosenberg-Wiesenknilch noch zu retten? Das sind die großen Fragen, mit denen sich die Spieler des "66 Minuten"-Nachfolgers beschäftigen.

Wenig Hoffnung für verschollene Agenten

Während die angezeigte Zeit auf dem Bildschirm immer weniger wird, durchstöbern die Agenten auf der Suche nach Hinweisen die seltsame Küche. Ein Periodensystem an der Wand, Schürze und Gummistiefel, dubiose Flüssigkeiten und Pulver. Schnell wird ihnen klar: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Und je weiter sie vorrücken, desto weniger Hoffnung scheint es für die verschwundenen Agenten zu geben.

Das neue Spiel trägt den Titel "Leichenschauschmaus" und ist bewusst erst ab 16 Jahren freigegeben. Die Geschichte, die Atmosphäre, die Requisiten – alles ist düsterer, makaberer und wesentlich schauriger als bei "Der Doppelagent". Wieder hat sich das Team rund um Oliver Grabus jede Menge Rätsel überlegt, die es zu lösen gilt. Die Agenten müssen Schlüssel für Schlösser finden, Zahlencodes ermitteln, nachdenken, rechnen und kombinieren, um zum Ziel zu kommen. Begleitet wird das Ganze mit jeder Menge Licht- Sound- und anderer Effekte. Der Besuch wird so zu einem Erlebnis für alle Sinne. Und wer genau hinschaut, der entdeckt die Liebe zum Detail auf Etiketten, Kochbüchern und anderen Utensilien.

Mitreißende Geschichte

Mühe, die bei den Spielern ankommt: "Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, dass man sich so in die Geschichte einfühlen kann. Es war echt so, als wäre man auf einer Mission", erklärt unsere Testerin Sandra nach erfolgreichem Abschluss. Sie habe sich von Musik und Beleuchtung mitreißen lassen, und die Spannung fiel erst ab, als alles zu Ende war. "Es war atmosphärisch sehr fesselnd und wir haben ordentlich Gehirnschmalz gebraucht", so Teampartner Volker.

Rund ein halbes Jahr haben die Mitglieder des Vereins Chamäleon gebaut, geschraubt und dekoriert und dabei unter anderem ein Kilometer Kabel verlegt. "Das war eine unfassbare Arbeit", blickt Oliver Grabus zurück. Erst in sprichwörtlich letzter Minute vor der ersten Buchung wurden die Helfer fertig. Nach rund zwei Wochen, die das zweite Spiel jetzt schon läuft, zieht Grabus schon mal ein erstes, positives Fazit: "Ich denke, es hat sich gelohnt. Die ersten Rückmeldungen waren super", sagt er. Neben Optimierungen der beiden Spiele arbeiten er und sein Team schon an dem nächsten Coup. Um die Missionen mehrfach spielbar zu machen, versuchen sie, den Geschichten verschiedene Handlungsverläufe und alternative Enden zu verpassen.

Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
  • Lokalticker
  • Regionalsport
  • Newsticker
Das Wetter in der Region
Mittwoch

17°C - 28°C
Donnerstag

17°C - 31°C
Freitag

14°C - 27°C
Samstag

15°C - 27°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

UMFRAGE
Wie entsorgen Sie Ihren Elektroschrott?

Ab Mittwoch, 15. August, dürfen Haushaltsgegenstände mit elektrischen Bestandteilen nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden. Blinkende Schuhe, Badezimmerschränke mit eingebauten Lampen und beheizbare Handschuhe müssen dann als Elektroschrott gesondert entsorgt werden. Das gibt eine neue Gesetzesänderung vor. Wie haben Sie bisher Ihren Elektroschrott entsorgt?

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Onlinerin vom Dienst

Celina de Cuveland

0157/86301747

Kontakt per Mail

Fragen zum Abo: 0261/98362000

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!