Archivierter Artikel vom 22.07.2010, 13:45 Uhr
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Ironisch-poetisches Dreiecks-Drama

Hamburg. „Der Rollstuhl ist ein wahnsinnig uncooles Requisit, im Film wie im Leben“, sagt Regisseur Dietrich Brüggemann. „Man kommt keine Treppe hoch, er macht Falten im Teppich und man wird mitleidig angeguckt, und Rollstuhlfahrer im Film gelten ohnehin als Kassengift.“ Trotzdem spielt in Brüggemanns neuem Werk „Renn, wenn du kannst“ ein Rollstuhl eine wichtige Rolle: Im Mittelpunkt steht der querschnittsgelähmte Ben. Brüggemann und seine Schwester Anna, mit der er das Drehbuch schrieb, wissen wovon sie sprechen: ihre jüngere Schwester sitzt im Rollstuhl.

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