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    Im Angriff ist der VfB Bodenheim zu harmlos

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    In der zweiten Hälfte der Verbandsligapartie erarbeiteten sich die Bodenheimer (weiße Trikots) noch die ein oder andere Chance. Aber richtig zwingend waren auch diese Möglichkeiten nicht. 
Foto: Bernd Eßling
    In der zweiten Hälfte der Verbandsligapartie erarbeiteten sich die Bodenheimer (weiße Trikots) noch die ein oder andere Chance. Aber richtig zwingend waren auch diese Möglichkeiten nicht.
    Foto: Bernd Eßling

    Das 0:6 im Heimspiel gegen den Ludwigshafener SC war die vierte Niederlage in Folge und es war das vierte Spiel ohne eigenes Tor des VfB. Verschärfend kam hinzu, dass die Gäste ein Konkurrent im Abstiegskampf sind und bislang nur drei Punkte vor dem VfB standen.

    Die Bodenheimer waren allerdings nicht vom Glück verfolgt. Schon beim Aufwärmen verletzte sich Simon Riebel schwer am Knöchel und fällt wohl länger aus. Nach acht Minuten kam das Aus für Igor Heinzmann. Er war schon angeschlagen in die Partie gegangen. Spielertrainer Oliver Rapp hatte gehofft, seine Verletzung sei nicht so gravierend. Noch vor der Pause musste auch Nelson Kari-Kari, der bis dahin für Ordnung im Mittelfeld gesorgt hatte, vom Platz. Er war bei einem Zweikampf mit dem Ellbogen am Auge getroffen worden. Dass der eingewechselte Roberto Todaro vorzeitig zum Duschen musste, hatte aber weder etwas mit Pech noch einer Verletzung zu tun. Nach einer Tätlichkeit gegen den Ludwigshafener Torwart sah Todaro Rot (71.).

    Doch das alles erklärt nicht, warum die Bodenheimer so untergingen. Sie hatten engagiert begonnen, waren dem LSC über weite Strecken der ersten Hälfte ein durchaus gleichwertiger Gegner. Auch das 0:1 warf sie noch nicht um, obwohl es mal wieder ein Treffer der Marke Bodenheim Spezial war. Der VfB hatte in dieser Saison schon einige Tore durch völlig unerklärliche Fehler in der Hintermannschaft Treffer kassiert. Gegen den LSC setzte sich die Serie fort. Im Spielaufbau spielte Dennis Bingenheimer völlig unbedrängt einen Querpass von der linken Seite in die Mitte - genau in die Füße von David Gerner. Der umspielte noch Torwart Ruben Ragg, zog den Ball scharf nach innen, wo Jens Rehhäuser in die Vorlage hineinrutschte (21.).

    Obwohl die Bodenheimer nicht zurücksteckten, wurde aber nach und nach ihr gravierendstes Problem deutlich: Sie waren im Angriff einfach zu harmlos. In der Anfangsphase war Igor Heinzmann nach einer Hereingabe von Alfonso Sepe im letzten Moment noch geblockt worden (7.). Tobias Porth prüfte den LSC-Keeper nach einem langen Pass von Rapp noch einmal mit Schuss (32.) Das waren die einzigen herausgespielten Chance des VfB in der ersten Hälfte. Rapp traf noch einmal das Aluminiumdreieck. Doch das war ein Schuss aus 30 Metern, nicht das Produkt eines durchdachten Spielzugs (24.).

    Die Ludwigshafener waren bei ihren schnellen Vorstößen gefährlicher. Als Gerner im VfB-Strafraum nicht vom Ball getrennt werden konnte und am Ende in die Zange genommen wurde, gab es Elfmeter. Andreas Brill verwandelte (32.). Der endgültige K.o. für die Bodenheimer war das 0:3. Nach einem Ballverlust von Porth an der Mittellinie bekam Rehhäuser die Kugel in den Lauf gelegt. Er umspielte Ragg und ließ den Ball ins Netz trudeln.

    Was danach noch kam, war bitter für die Bodenheimer. Obwohl die Gäste die Parole ausgaben, jetzt nur noch das "zu Null" zu halten, trafen sie noch dreimal. LSC-Trainer Hermann Kohlenbrenner wechselte noch zwei hungrige Spieler ein, die prompt mit ihren ersten Ballkontakten das 4:0 erzielten. Maik Raimer legte quer auf Göran Garlipp - fertig war das 4:0. Der Bodenheimer Widerstand war endgültig gebrochen. Gerner durfte noch zweimal zuschlagen, ohne dass er dabei gestört wurde. Die Niederlage wurde zum Desaster.

    "Es würde die Abwehrentlasten, wenn wir vorne mehr Durchschlagskraft entwickeln würden", sagte der verletzte Sebastian Klein, der von der Seitenlinie aus das Coaching übernahm. "Nach drei Toren gehen eben die Köpfe runter." Doch nach vorne sind die Bodenheimer derzeit einfach zu harmlos. Gert Adolphi

    VfB Bodenheim: Ragg - Müller (54. Todaro), Bingenheimer, Kulinski, Celik - Oriana, Kari-Kari (40. Uhlig) - Heizmann (8. Porth), Rapp, Sepe - Schneider

    Ludwigshafener SC: Weiß - Haferstroh, Brill, Zühlsdorff, Koc - Niemiro (80. Raimer), Weindel - Diemer, di Ciaula (80. Garlipp) - Gerner, Rehhäuser.

    Schiedsrichter: Ingo Hess.

    Zuschauer: 150.

    Tore: 0:1 Rehhäuser (21.), 0:2 Brill (37., Foulelfmeter), 0:3 Rehhäuser (51.), 0:4 Garlipp (83.), 0:5, 0:6 Gerner (88., 89).

    Rote Karte: Todaro (71., VfB.)

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