Archivierter Artikel vom 20.11.2017, 16:18 Uhr

Honduras: Armes Land mit junger Bevölkerung

Honduras ist das zweitärmste Land Zentralamerikas und von einer starken Einkommens- und Vermögensungleichheit geprägt. Besonders in den ländlichen Gebieten herrschen schwierige soziale Bedingungen, die Menschen finden nur selten bezahlte Arbeit. Von den mehr als acht Millionen Einwohnern leben fast zwei Drittel unter der Armutsgrenze von 1 US-Dollar pro Tag.

Zugleich ist die Bevölkerung sehr jung. 41 Prozent der Menschen in Honduras sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Die Regierung leitete 2012 bedeutende Reformen im Bildungsbereich ein: Inzwischen gibt es Vorschulunterricht für alle Kinder. Die Schulpflicht gilt für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Lehrer werden jetzt an Hochschulen ausgebildet. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Die Leistungen der honduranischen Schüler haben sich bei Mathematik und in Spanisch deutlich verbessert. Außerdem gehen die Kinder länger zur Schule: 2009 besuchte ein Kind in Honduras im Durchschnitt 5,8 Jahre die Schule, 2013 waren es bereits 7,7 Jahre. Quelle: KfW Entwicklungsbank