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    Hohe Pleite: Bretzenheimerinnen laufen 42 Angriffe vergeblich

    Dritte Liga, Frauen - Die Handballerinnen der SG TSG/DJK Bretzenheim lassen sich beim 28:38 (12:17) vom Mitaufsteiger TG Nürtingen überrennen.

    Zu viele Fehler, kaum Konsequenz: Für die SG-Frauen mit Rückraumspielerin Michelle Chwalek (Mitte) war im Duell der Aufsteiger nix zu holen.
    Zu viele Fehler, kaum Konsequenz: Für die SG-Frauen mit Rückraumspielerin Michelle Chwalek (Mitte) war im Duell der Aufsteiger nix zu holen.
    Foto: Julia Rau

    Dritte Liga, Frauen - Die Handballerinnen der SG TSG/DJK Bretzenheim lassen sich beim 28:38 (12:17) vom Mitaufsteiger TG Nürtingen überrennen.

    Trainer André Sikora-Schermuly schien früh zu ahnen, dass für die Drittliga-Handballerinnen der SG TSG/DJK Bretzenheim gegen den TG Nürtingen gestern nichts zu holen war. Zu viele Ballverluste, zu wenig Konsequenz. Die 16. Spielminute: Noch ist die Partie ausgeglichen (6:9). Die Gastgeberinnen ergattern hinten den Ball. Torfrau Lydia Sölva nimmt sich die Kugel und entscheidet sich für den langen Pass - genau in die Hände einer Gegenspielerin. Sikora-Schermuly schlägt auf der Bank verzweifelt die Hände vors Gesicht. Nur zwei Minuten später die gleiche Situation. Wieder erobern sich die SG-Frauen in der Verteidigung den Ball. Diesmal will Michelle Chwalek das Spiel schnell machen, wieder fängt eine Gegnerin das lange Anspiel ab. Der Bretzenheimer Trainer schüttelt nur noch ratlos den Kopf.

    Tempo, nicht Hektik 

    "Die Mädels raffen nicht, dass Tempohandball nix mit Hektik zu tun hat", sagte Sikora-Schermuly später, als sich seine Mannschaft gegen den Tabellenachten ein heftige 28:38 (12:17)-Niederlage eingefangen hatte. Die Niederlage an sich war weniger das Problem. Aber die Art und Weise sowie die Höhe ärgerten den Bretzenheimer Trainer mächtig. "Einige Mädels müssen noch einen Reifeprozess durchlaufen und andere stoßen in jetzt an ihre Grenzen."

    Sikora-Schermuly hatte bereits vor der Partie darauf hingewiesen, dass die Gäste aus Baden-Württemberg mit individuell starken und bundesligaerfahrenen Spielerinnen ausgestattet ist: Die Rückraumfrauen Verena Breidert und Frances Günthel gehörten dann auch zu den auffälligsten Akteuren in der IGS-Halle. "Wenn diese Spielerinnen ins Eins-gegen-Eins gehen, ist das für unsere Mädels Anschauungsunterricht." Rund 25 Minuten lang (10:12) hielten die Gastgeberinnen das Aufsteigerduell dennoch offen. Allerdings beobachtete der SG-Trainer schon früh, dass sein Team 20 Sekunden gut verteidigte, um dann doch den Weg freizumachen. "Wir sind noch nicht in der Lage, das Level auch mental oben zu halten", sagte Sikora-Schermuly.

    Nur ein kurzes Aufbäumen

    Ausgerechnet in Überzahl leisteten sich die SG-Frauen vor der Pause den ersten Einbruch. Über Gegenstöße zogen die Gäste auf sechs Tore (11:17) locker-leicht davon. Eine Vorentscheidung. Denn abgesehen von einem kurzen Aufbäumen zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Bretzenheimerinnen ihrerseits ein, zwei schnelle Abschlüsse zum 14:17 (32.) nutzten, war von den Gastgeberinnen nun nicht mehr viel zu sehen.

    Die Spielerinnen der TG Nürtingen mussten sich nicht gerade verausgaben, sondern nach leichten Ballgewinnen einfach nur ihr konsequentes Tempospiel aufziehen, um sich kontinuierlich abzusetzen. Nach 52 Minuten war die Zehn-Tore-Differenz (23:33) erreicht. Weil die Gastgeberinnen zu viele Bälle herschenkten, weil der SG-Rückraum zu wenig Präsenz ausstrahlte und weil hinten sich immer wieder Lücken auftaten.

    "Wir machen zu viele Fehler. 16 technische Fehler reichen normal für drei gute Spiele", schimpfte Sikora-Schermuly. Dabei habe der Gegner die SG nicht vor große Aufgaben gestellt. "Dazu kamen noch 26 Fehlwürfe. Wir sind 42 Angriffe vergeblich gelaufen." Zu viele.  Katja Puscher

     

    Statistik

    SG TSG/DJK Bretzenheim - TG Nürtingen 28:38 (12:17).
    SG Bretzenheim: Sölva, Schlesinger - Kern (9/2), Veeck (6), Hollerbach, Martens, Falk, Chwalek (je 3), Koepcke, Sikora (je 1), Knell, Leuckefeld, Götz, Zenkert.

    Zuschauer: 120.

    Spielfilm: 2:2 (5.), 5:9 (14.), 10:12 (25.), 11:17 (30.), 14:17 (32.), 15:21 (34.), 19:27 (46.), 23:33 (52.).

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