Archivierter Artikel vom 16.12.2010, 14:41 Uhr
Wiesbaden

Hessen kriegen besonders selten Wohngeld

Die Hessen bekommen nach den Bayern am seltensten Wohngeld in Deutschland. Dabei ist die Zahl der hessischen Haushalte, die den Zuschuss zur Miete oder zu Zinszahlungen für Eigentum erhalten, stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt.

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Wiesbaden – Die Hessen bekommen nach den Bayern am seltensten Wohngeld in Deutschland. Dabei ist die Zahl der hessischen Haushalte, die den Zuschuss zur Miete oder zu Zinszahlungen für Eigentum erhalten, stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt.

44 929 Haushalte haben zwischen Kassel und Odenwald 2009 Wohngeld in Anspruch genommen, 57,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Grund für den starken Anstieg ist die Wohngeldreform, die Anfang 2009 in Kraft trat und mehr Zuschüsse gewährt. Bundesweit stieg die Zahl der auf Wohngeld angewiesenen Haushalte binnen Jahresfrist um 47,2 Prozent auf rund 860 000. Damit erhalten 2,1 Prozent aller privaten Haushalt in Deutschland Wohngeld – in Hessen sind es nur 1,5 Prozent, in Bayern 1,4 Prozent. dpa