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Heidesheim

Heidesheim feiert sein 1250-jähriges Bestehen

Das Dorf feiert. Mit einer Akademischen Feier mit mehr als 300 geladenen Gästen eröffnete Heidesheim den Festreigen zum 1250-jährigen Bestehen.

Heidesheimer Ortsansicht.
Heidesheimer Ortsansicht.
Foto: Harry Braun

"Das ewig junge Dorf grüßt Sie", sagte Ortsbürgermeister Jens Lothar Hessel (CDU). Für die zweistündige Feier wandelte sich der Schönborner Hof zu einem Ort, in dem die Vergangenheit nicht nur als Zahl auf dem Jubiläumslogo prangte. Sie kehrte in den Reden wieder, nicht ohne hin und wieder ein Augenzwinkern. So oft jedenfalls die gegenseitigen Neckereien mit Wackernheim zur Sprache kamen. MdB und Wackernheimer Michael Hartmann bemerkte, dass Wackernheim bereits 2004 das 1250-jährige Bestehen gefeiert hat.

Gleichzeitig sprach er mit Bewunderung von der "Janusköpfigkeit" der Heidesheimer. Die Figur des römischen Gottes Janus, dessen Gesicht auf Darstellungen in zwei Richtungen schaut, versinnbildliche ihre Eigenschaften. Vieles von dem, was ein Fluch sei, in einen Segen umzumünzen. Er erwähnte die Nähe zum Rhein, die einerseits die Überflutungsgefahren mit sich bringe, aus der aber die Heidesheimer Profit schlagen, weil sie die Flächen in ein Naherholungsgebiet umgewandelt haben.

Nur der Vergangenheit huldigen sollte die Feier nicht. Auf einer Zeitleiste gleitet das Vergangene nahtlos in eine Zukunft über. Kaum ein Gedanke verdeutlichte das Prinzip stärker, als die Bemerkungen über die bevorstehende Kommunalreform. Applaus erntete Landrat Claus Schick (SPD) für die Worte: "Angesichts aller Debatten um die Fusion: die entscheidende Rolle spielt das Selbstbewusstsein der Heidesheimer." Was die Gemeinde über Jahrhunderte geschafft habe, das sollte sie sich auch jetzt zum Ziel machen. Bestärkt hatte die Heidesheimer auch der Budenheimer Bürgermeister Rainer Becker (CDU). "Wenn ich das von Außen sagen darf, mit dem geplanten Bürgerentscheid sind Sie auf dem richtigen Weg." Er sei zur Feier als "guter Nachbar" gekommen.

Die Besonderheit der Stunde unterstrich später Hessel nicht nur mit der erstmaligen Präsentation des Goldenen Buches von Heidesheim, sondern mit der Vorstellung eines Heidesheimer Kalenders für 2013, das der Foto-Club vorbereitet hatte und der Musik-CD "Danke Heidesheim". Beides kann bei der Gemeinde erworben werden. Die Festivität rundete musikalisch der Auftritt des "ChorColores" der Sängervereinigung ab. Eine Gelegenheit, sich erneut der Geschichte zu widmen, erhielten die Gäste dank der Ausstellung, die Heimatforscher Walter Schleuß einzig für den Abend im Saal installierte. Die präsentierten Originale belegten, dass die Siedlungsgeschichte 2500 Jahre alt ist. Eindrucksvoll ein Reibstein aus Basalt, auf dem die Ur-Heidesheimer ihr Getreide mühsam mahlen mussten. In der Eifel um 500 vor Christus hergestellt und in Heidesheim im Bruderweg gefunden, deutete der grau-schwarze stumme Geschichtszeuge auf die damals existierenden Handelsbeziehungen der Vorfahren aus Heidesheim in die Eifel-Region. gsg

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